Klare Worte Santorums

02. Januar 2012 04:03; Akt: 02.01.2012 07:04 Print

Er will Irans Atomanlagen bombardierenEr will Irans Atomanlagen bombardieren

Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur hat Rick Santorum für den Fall seiner Wahl einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen angekündigt. Derweil tingelten andere Bewerber durch Iowa.

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: Der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses hat bislang eine Achterbahnfahrt erlebt. Mit dem Sieg bei der Vorwahl in South Carolina war er zuletzt ganz oben. Unklar ist, wie lange dies so bleibt, denn Gingrich schleppt viel Ballast mit sich herum. : Der Ex-Gouverneur von Massachusetts und Multimillionär gilt als mehrheitsfähig. Doch viele Konservative tun sich schwer mit dem Mormonen, sie halten ihn für zu glatt und abgehoben. Nach gutem Start in die Vorwahlen ist er zuletzt in Rücklage geraten. Der 53-jährige Italoamerikaner sass zwölf Jahre für den Bundesstaat Pennsylvania im Senat, ehe er 2006 abgewählt wurde. Er politisiert am rechten Rand der Partei. Lange war er ein krasser Aussenseiter, doch in Iowa gewann er knapp gegen Romney. : Der Texaner hat mit seinen libertären, staatskritischen Ansichten eine grosse Fangemeinde erobert. Diese hat ihm bei den bisherigen Vorwahlen zu teilweise guten Resultaten verworfen. Eine Chance auf die Nomination hat er trotzdem nicht. Der Gouverneur von Texas stieg im August ins Rennen ein und erreichte in den Umfragen sofort Spitzenwerte. Doch nach einigen Patzern stürzte er immer tiefer ab. Nach schwachen Ergebnissen in Iowa und New Hampshire stieg er aus dem Rennen aus. : Er war Gouverneur von Utah, US-Botschafter in China und ist bekennender Mormone, wie Mitt Romney. Huntsman wollte sich als moderate Alternative zu diesem anbieten, doch wirklich durchsetzen konnte er sich nie. Am 16. Januar warf er das Handtuch. Die Kongressabgeordnete aus Minnesota hat fünf eigene und 23 Pflegekinder. Sie ist eine Favoritin der Tea-Party-Bewegung und berüchtigt für ihr loses Mundwerk. Nachdem sie bei der Vorwahl in ihrem Geburtsstaat Iowa nur den letzten Platz belegte, gab sie ihre Bemühungen auf. Der ehemalige Chef einer Pizza-Kette inszeniert sich als Anti-Politiker und kommt damit vor allem bei der Tea-Party-Bewegung an. Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und peinliche Patzer haben ihm jedoch geschadet - so sehr, dass er am 3. Dezember 2011 seine Kandidatur vorläufig auf Eis gelegt hat. Mit seiner zupackenden Art hat er sich als Gouverneur von New Jersey schnell Respekt verschafft. Für viele Republikaner ist er ein Hoffnungsträger, doch am 4. Oktober 2011 stellte Christie ein für allemal klar, dass er nicht kandidieren wird. : Die ehemalige Gouverneurin von Alaska erhält viel Aufmerksamkeit, doch ob sie in der Lage wäre, gegen Barack Obama zu gewinnen, haben viele bezweifelt. Am 5. Oktober 2011 hat sie ihren Verzicht auf eine Kandidatur bekanntgegeben. Der Bruder von George W. Bush (l.) hat sich als früherer Gouverneur von Florida Respekt verschafft. Einen weiteren Bush im Weissen Haus will er den Amerikanern aber offensichtlich nicht zumuten. «Ich kandidiere nicht», hielt er in einer Mitteilung fest. Der Kongressabgeordnete von Wisconsin hat den radikalen Budget-Sparplan der Republikaner entworfen. Das macht ihn für viele in der Partei zu einem möglichen Kandidaten, doch Ryan will davon bislang nichts wissen. Der populäre Gouverneur von Indiana und Budgetdirektor in der Regierung von George W. Bush galt als Favorit der Parteiführung. Am 22. Mai 2011 erklärte er jedoch aus Rücksicht auf seine Familie den Verzicht auf eine Kandidatur. : Dem ehemaligen Gouverneur von Arkansas gelang 2008 zum Auftakt der Vorwahlen ein Überraschungssieg. Dieses Mal hat der Baptistenprediger frühzeitig das Handtuch geworfen. : Der Gouverneur von Minnesota hat versucht, sich als solider Konservativer zu profilieren. Allerdings fehlt es ihm an Charisma. Im Juli stieg er als erster Kandidat aus dem Rennen aus. Der New Yorker Immobilienmogul sorgte mit markigen Sprüchen für Furore und erklomm in den Umfragen kurzzeitig den Spitzenplatz. Dann krebste er zurück: Seine vermeintliche Präsidentschaftskandidatur war wohl nur ein Werbegag für seine TV-Show «The Celebrity Apprentice».

Das sind die möglichen Herausforderer Obamas um das Amt des Präsidenten.

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Mit einer kompromisslosen Linie gegenüber dem Iran will der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Rick Santorum punkten. Falls er gewählt werde, werde er die Atomanlagen des Iran bombardieren, sofern sie nicht für internationale Inspektoren geöffnet oder abgebaut würden, verkündete er.

Amtsinhaber Barack Obama habe nicht genug dafür getan, die Iraner am Bau einer Atombombe zu hindern und die USA in einen Papiertiger verwandelt, sagte Santorum in einer Sendung des US-Senders NBC am Sonntag.

Wie sein Vorgänger George W. Bush setzte Obama vor allem auf diplomatischen und wirtschaftlichen Druck, um den Iran zur Aufgabe seines Atomprogramms zu drängen.

Romney wirft Obama vor, «europäisch» zu politisieren

Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner sind Favorit Mitt Romney und andere Bewerber am Wochenende durch Iowa getourt, um kurz vor dem Vorwahl-Auftakt in dem Bundesstaat unentschlossene Parteimitglieder auf ihre Seite zu ziehen.

Romney griff in einer Rede Präsident Barack Obama scharf an. Bei der Präsidentschaftswahl im November gehe es nicht nur darum, Obama abzulösen, sagte Romney bei einem Wahlkampfauftritt in einem Restaurant in der Kleinstadt Le Mars. «Dies ist eine Wahl, um die Seele Amerikas zu retten.»

Romney warf Obama vor, die USA in einen «europäischen Wohlfahrtsstaat» umwandeln zu wollen. Auch bei der Schuldenkrise Washingtons zog der frühere Gouverneur von Massachusetts eine Parallele zu Europa. «Wir steuern in die Richtung von Griechenland, Italien oder Spanien», sagte er mit Blick auf die finanziell angeschlagenen Euro-Staaten.

Romney suchte bereits gezielt das Fernduell mit Obama: Er warf ihm eine wirtschaftsfeindliche Politik vor, die für die hohe Arbeitslosigkeit und schwache Konjunktur in den USA verantwortlich sei. Seine republikanischen Mitbewerber erwähnte er mit keinem Wort.

Viele Republikaner noch unentschlossen

Eine am Samstag veröffentlichte Umfrage der Zeitung «Des Moines Register» bestätigte Romneys Führungsposition. Demnach sprachen sich 24 Prozent der Republikaner in Iowa, die mit grosser Wahrscheinlichkeit an den Vorwahlen teilnehmen wollten, für den Ex- Gouverneur und Unternehmer aus.

Auf Rang zwei folgte mit 22 Prozent der libertäre texanische Abgeordnete Ron Paul, der den Staat auf ein absolutes Mindestmass zurechtstutzen will. Der erzkonservative Ex-Senator Rick Santorum, der mit seiner strikten Ablehnung von Homo-Ehe und Abtreibung die Anliegen des christlich-evangelikalen Wählerblocks bedient, lag mit 15 Prozent auf dem dritten Platz.

Dem «Des Moines Register» zufolge sind aber noch 41 Prozent der wahrscheinlichen Vorwahl-Teilnehmer unentschlossen. Bei den sogenannten Caucuses treffen sich Republikaner am Dienstagabend überall in Iowa zu Wahlversammlungen, um über die Bewerber zu diskutieren und abzustimmen.

Das Ergebnis ist vor allem symbolisch: Iowa hat nur wenige Delegierte für die offizielle Kandidatenkür auf dem Parteitag Ende August zu vergeben. Romneys Hoffnung ist, dass er erst Iowa und dann am 10. Januar die zweite Vorwahl in New Hampshire für sich entscheiden kann. Dort führt er in Umfragen deutlich.

Konkurrenten kritisieren Romney als zu liberal

Der nach einem Höhenflug im Spätsommer in den Umfragen abgestürzte texanische Gouverneur Rick Perry warf Romney am Samstag bei einem Auftritt in Boone in Iowa vor, die Wähler mit seinen vermeintlich konservativen Ansichten zu täuschen.

Auch Santorum nahm Romneys einst eher liberale Positionen bei Themen wie Abtreibung oder Waffengesetzen ins Visier. In der Kleinstadt Indianola rief er die Wähler auf, «ihrem Herzen zu vertrauen» und bei der Kandidatenwahl nicht nur darauf zu schielen, wem von den Meinungsforschern die besten Chancen gegen Obama eingeräumt werden.

(sda)

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  • Daria B. am 03.01.2012 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    wie kann man nur...

    ... mit dem Versprechen des Krieges vom Stimmvolk gewählt werden?

  • Giancarlo am 03.01.2012 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Santorum nicht ernst nehmen!

    Santorum wird hier in den USA nicht ernst genommen. Er wird mit ziemlich grosser Wahrscheinlichkeit nicht Rep. Kandidat. Dass Problem der Republikaner ist, dass keiner einen Plan hat. Nicht einer kann erläutern, wie sie die USA wieder auf Kurs bringen. Der Image-Schaden und die ungerechtfertigten Kriegs-Führungen von Bush ist zu gross. Unter diesen Umständen getrauen sich die besten Republikaner nicht zu kandidieren. Auch ist Obama dran, viel GOP Pfusch zu korrigieren, braucht aber noch Zeit. Sollte sein Plan aufgehen, werden es die Republikaner sehr schwer haben, den Präsidenten zu stellen.

  • Pitsch am 02.01.2012 18:03 Report Diesen Beitrag melden

    Immer die Anderen....

    Die USA als Vorreiter der freien Welt: Züchtete Despoten und Quasipolitiker in den Ölförderländer (Dummerweise machten sich einige davon selbstständig und richteten sich gegen Ihren Meister) Löste die Finanzkrise aus. Ermahnt Europa seine Schulden abzubauen, haben aber selber den grössten Schuldenberg und stehen kurz vor der Pleite. Erhebt selber die meisten Importzölle und klagt andere Länder an, die das gleiche tun. Begeben sich mit Ihren konservativen Regierungsvertretern (Teaparty etc.) in's politische Mittelalter, mahnen aber andere Länder zu mehr Toleranz. Aber eben, immer die anderen