Als eigener Bundesstaat

26. Januar 2012 10:56; Akt: 26.01.2012 12:12 Print

Gingrich will eine US-Kolonie auf dem MondGingrich will eine US-Kolonie auf dem Mond

Der Kampf um die US-Präsidentschaft hat das Weltall erreicht. Der republikanische Bewerber Newt Gingrich verspricht für den Fall seiner Wahl, bis 2020 eine fixe Mondstation einzurichten.

Newt Gingrich verspricht in Cocoa (Florida), bis 2020 eine Kolonie auf dem Mond einzurichten. (Quelle: msnbc.com)

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Wahlkampf der Republikaner, Bewerber Newt Gingrich befindet sich auf Stippvisite in Cocoa, Florida. Nur 25 Kilometer vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral entfernt verspricht er vor rund 700 Zuhörern: Falls er gewählt werde, besässen die USA bis zum Jahr 2020 eine permanente Raumstation auf dem Mond.

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In der «Space Coast» genannten Region Floridas stiessen Gingrichs Worte auf tosenden Beifall. Seit unlängst das Space-Shuttle-Programm eingestellt worden ist, haben viele keine Arbeit mehr.

Eine Kleinstadt auf dem Mond

Gingrich kündigte an, er wolle eine stabile kommerzielle Raumfahrtindustrie nach dem Vorbild des Luftfahrtbooms in den 1930er-Jahren entwickeln. Auch die Erforschung des Mars will der 68-Jährige ausbauen. Finanzieren sollen die Projekte private Investoren.

Der Politiker träumt im grossen Massstab. «Wenn 13 000 Amerikaner auf dem Mond leben, können sie die Gründung eines eigenen Bundesstaats beantragen. Ich will, dass jeder junge Amerikaner die Einstellung hat: ‹Ich könnte einer dieser 13 000 sein. Ich könnte ein Pionier sein.›»

Das Kind im Manne

Gingrich sagt von sich selber, seit seiner Kindheit ein grosser Anhänger der Raumfahrt zu sein. Er habe als Knabe in den 1950er-Jahren alles verschlungen, was ihm zum Thema in die Finger kam. Als die Sowjets mit Sputnik 1 den ersten Satelliten in die Erdumlaufbahn schossen, war Gingrich 14 Jahre alt und staunte.

Mit Kosmonaut Juri Gagarin gelang es dem Klassenfeind im Osten auch, erstmals einen Menschen ins Weltall zu schicken. 1969 schlug die grosse Stunde der Amerikaner, als Neil Armstrong als erster Mensch den Mond betrat.

In den letzten Jahren floss aus Spargründen immer weniger Geld in die Raumforschung. 2011 wurde das Space-Shuttle-Programm eingestellt. Seither sind die USA auf Russland angewiesen, wenn sie Astronauten zur Internationalen Raumstation ISS fliegen wollen.

(rme)

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  • Mike am 27.01.2012 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Juhui....

    Sein Wahlkampf hat sich erledigt!! Anscheinend standen nicht mal die konservativen Amis auf solche Märchenstunden...

  • Hans Hager am 27.01.2012 07:50 Report Diesen Beitrag melden

    Voll daneben Mr. Gingrich

    Ich glaube diese Ami-Politiker die lernen es einfach nie. Schulden bis über beide Ohren und dann noch solche Projekte im Sinn. Besser mal ein anständiges Krankenversicherungswesen oder eine Altersvorsorge auf die Beine stellen. Aber eben, damit können sich einige wenige Grosskapitalisten nicht bereichern.

  • Michael Palomino (*1964) am 26.01.2012 22:30 Report Diesen Beitrag melden

    Die Mondhalle stand in Texas

    Auf den Mond kann niemand fliegen. Da nützt auch die grösste Fantasie leider nichts - ausser eine Mondhalle in Texas.

    • Stefan am 27.01.2012 08:32 Report Diesen Beitrag melden

      uiuiui immer diese Verschwörer...

      Und da haben sie handfeste Beweise dafür?

    • yeba am 27.01.2012 08:56 Report Diesen Beitrag melden

      kann schon sein aber..

      wieso?

    • Paul am 27.01.2012 09:06 Report Diesen Beitrag melden

      Quark

      Wir könnten heute schon zum Mars fliegen, gäbe es da nicht 2 Probleme: -Strahlenschutz auf der langen Reise -Psychologische Probleme weil Flugdauer zu lange Wobei - die Erde ist eine Scheibe, korrekt? ;)

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