Knapper Entscheid

04. Januar 2012 09:02; Akt: 04.01.2012 10:40 Print

Romney gewinnt mit acht Stimmen VorsprungRomney gewinnt mit acht Stimmen Vorsprung

Mitt Romney hat die Vorwahl der Republikaner um die US-Präsidentschaftskandidatur in Iowa für sich entschieden. Er gewinnt mit nur acht Stimmen Vorsprung auf Rick Santorum.

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: Der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses hat bislang eine Achterbahnfahrt erlebt. Mit dem Sieg bei der Vorwahl in South Carolina war er zuletzt ganz oben. Unklar ist, wie lange dies so bleibt, denn Gingrich schleppt viel Ballast mit sich herum. : Der Ex-Gouverneur von Massachusetts und Multimillionär gilt als mehrheitsfähig. Doch viele Konservative tun sich schwer mit dem Mormonen, sie halten ihn für zu glatt und abgehoben. Nach gutem Start in die Vorwahlen ist er zuletzt in Rücklage geraten. Der 53-jährige Italoamerikaner sass zwölf Jahre für den Bundesstaat Pennsylvania im Senat, ehe er 2006 abgewählt wurde. Er politisiert am rechten Rand der Partei. Lange war er ein krasser Aussenseiter, doch in Iowa gewann er knapp gegen Romney. : Der Texaner hat mit seinen libertären, staatskritischen Ansichten eine grosse Fangemeinde erobert. Diese hat ihm bei den bisherigen Vorwahlen zu teilweise guten Resultaten verworfen. Eine Chance auf die Nomination hat er trotzdem nicht. Der Gouverneur von Texas stieg im August ins Rennen ein und erreichte in den Umfragen sofort Spitzenwerte. Doch nach einigen Patzern stürzte er immer tiefer ab. Nach schwachen Ergebnissen in Iowa und New Hampshire stieg er aus dem Rennen aus. : Er war Gouverneur von Utah, US-Botschafter in China und ist bekennender Mormone, wie Mitt Romney. Huntsman wollte sich als moderate Alternative zu diesem anbieten, doch wirklich durchsetzen konnte er sich nie. Am 16. Januar warf er das Handtuch. Die Kongressabgeordnete aus Minnesota hat fünf eigene und 23 Pflegekinder. Sie ist eine Favoritin der Tea-Party-Bewegung und berüchtigt für ihr loses Mundwerk. Nachdem sie bei der Vorwahl in ihrem Geburtsstaat Iowa nur den letzten Platz belegte, gab sie ihre Bemühungen auf. Der ehemalige Chef einer Pizza-Kette inszeniert sich als Anti-Politiker und kommt damit vor allem bei der Tea-Party-Bewegung an. Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und peinliche Patzer haben ihm jedoch geschadet - so sehr, dass er am 3. Dezember 2011 seine Kandidatur vorläufig auf Eis gelegt hat. Mit seiner zupackenden Art hat er sich als Gouverneur von New Jersey schnell Respekt verschafft. Für viele Republikaner ist er ein Hoffnungsträger, doch am 4. Oktober 2011 stellte Christie ein für allemal klar, dass er nicht kandidieren wird. : Die ehemalige Gouverneurin von Alaska erhält viel Aufmerksamkeit, doch ob sie in der Lage wäre, gegen Barack Obama zu gewinnen, haben viele bezweifelt. Am 5. Oktober 2011 hat sie ihren Verzicht auf eine Kandidatur bekanntgegeben. Der Bruder von George W. Bush (l.) hat sich als früherer Gouverneur von Florida Respekt verschafft. Einen weiteren Bush im Weissen Haus will er den Amerikanern aber offensichtlich nicht zumuten. «Ich kandidiere nicht», hielt er in einer Mitteilung fest. Der Kongressabgeordnete von Wisconsin hat den radikalen Budget-Sparplan der Republikaner entworfen. Das macht ihn für viele in der Partei zu einem möglichen Kandidaten, doch Ryan will davon bislang nichts wissen. Der populäre Gouverneur von Indiana und Budgetdirektor in der Regierung von George W. Bush galt als Favorit der Parteiführung. Am 22. Mai 2011 erklärte er jedoch aus Rücksicht auf seine Familie den Verzicht auf eine Kandidatur. : Dem ehemaligen Gouverneur von Arkansas gelang 2008 zum Auftakt der Vorwahlen ein Überraschungssieg. Dieses Mal hat der Baptistenprediger frühzeitig das Handtuch geworfen. : Der Gouverneur von Minnesota hat versucht, sich als solider Konservativer zu profilieren. Allerdings fehlt es ihm an Charisma. Im Juli stieg er als erster Kandidat aus dem Rennen aus. Der New Yorker Immobilienmogul sorgte mit markigen Sprüchen für Furore und erklomm in den Umfragen kurzzeitig den Spitzenplatz. Dann krebste er zurück: Seine vermeintliche Präsidentschaftskandidatur war wohl nur ein Werbegag für seine TV-Show «The Celebrity Apprentice».

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Der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, hat die ersten Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner im Bundesstaat Iowa mit acht Stimmen Vorsprung gewonnen. Auf dem dritten Platz landete der texanische Abgeordnete Ron Paul.

Der Auftakt des Wettkampfes um die US-Präsidentschaftskandidatur der Republikaner hat sich wie erwartet zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen der Favoriten entwickelt. Mitt Romney und Rick Santorum, der ehemalige Senator von Pennsylvania, lagen über Stunden gleichauf. Nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen lag noch Santorum mit vier Stimmen vorne.

Am Ende gewinnt aber Romney mit gerade einmal acht Stimmen Vorsprung. In absoluten Zahlen: Auf Romney entfallen 30 015 Stimmen. Santorum kommt auf 30 007. Beide erreichen je 25 Prozent der Stimmen. Der texanische Abgeordnete Ron Paul erreicht 21 Prozent.

Iowa als Stimmungsmesser

Damit bleibt die Suche nach einem Herausforderer von Präsident Barack Obama bei der Präsidentenwahl im November völlig offen. Der 64-jährige Romney gilt Umfragen zufolge landesweit als Favorit. Experten halten den langjährigen Manager einer Finanzfirma wegen seiner Wirtschaftskompetenz für den schwierigsten der möglichen Gegner Obamas.

Die parteiinterne Vorwahl in dem kleinen Agrarstaat im Mittleren Westen ist zwar der vielbeachtete Auftakt zum Wahljahr 2012 - aber sie hat für das tatsächliche Ergebnis des Rennens eher symbolische Bedeutung.

Als Faustregel gilt: Wer in Iowa gewinnt, hat die Kandidatur noch längst nicht in der Tasche. Wer aber schlecht abschneidet, dem droht die finanzielle Unterstützung abzubröckeln. Endgültig entscheiden die Republikaner erst bei ihrem Parteitag Ende August, wer am 6. November gegen Obama ins Rennen geht.

Die Verlierer von Iowa

Insgesamt sechs der sieben republikanischen Kandidaten haben sich in Iowa den Wählerversammlungen (Caucus) ihrer Partei gestellt. Die Kandidaten Rick Perry (10 Prozent), Newt Gingrich (13 Prozent) und Michelle Bachmann (5 Prozent) konnten im ländlichen Mittelweststaat nicht punkten, um sich als Herausforderer für den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama zu profilieren.

Die Ikone der rechtspopulistischen Tea-Party-Bewegung und einzige Frau im Rennen, die 55-jährige Michele Bachmann, ist in der Wählergunst deutlich abgerutscht. Dasselbe gilt für den 61-jährigen Gouverneur von Texas, Rick Perry. Er ging als Senkrechtstarter ins Rennen, stürzte dann aber tief, vor allem nach schwachen TV-Debatten.

Perry will Bewerbung überdenken

Nach seinem enttäuschenden Abschneiden bei der ersten Vorwahl im US-Bundesstaat Iowa will der texanische Gouverneur Rick Perry seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner überdenken.

Perry sagte am Dienstagabend (Ortszeit) vor Unterstützern, dass er in seinen Heimatstaat zurückkehren werde, um das Ergebnis zu bewerten. Er wolle prüfen, «ob es für mich in diesem Rennen einen Pfad nach vorne gibt». Perry holte bei den Caucuses in Iowa nach vorläufigen Resultaten rund zehn Prozent der Stimmen und landete auf dem fünften Platz.

(hag/jam/sda)

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  • Walter G. am 04.01.2012 15:23 Report Diesen Beitrag melden

    Souveraene Entscheidung!

    Sieg ist Sieg, wo liegt das Problem!? Ausserdem, wer sind wir oder wer seid ihr, ich meine damit alle, welche die Entscheidung der amerikanischen Waehler kritisieren, um die Entscheidungen des amerikanischen Volkes zu beurteilen!? Oder die Entscheidungen der Schweizer WaehlerInnen!? Die Wahlen sind genau dazu da, damit alle Wahlberechtigten ihren Willen zum Ausdruck bringen koennen, ob richtig oder falsch sei dahingestellt, das ist eine, bzw. die Entscheidung des Souveraens!

    • debütant am 04.01.2012 22:54 Report Diesen Beitrag melden

      wichtig

      Das Problem ist, dass die amerikanische Regierung weltweite Macht und Einfluss hat. Ich finde es wichtig dass auch wir uns dafür interessieren. Wessen staatliche souveränität akzeptiert denn die USA?

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  • Mani Aarau am 04.01.2012 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    Die Spinnen die Amis

    Wie blöd müssen die Menschen sein, die Ihre eigene Soziale Sicherheiten abwählen. Die Reichen Baden weiterhin im Geld. Wollen gar weiter Kriegen...

    • Max Kuster am 04.01.2012 10:13 Report Diesen Beitrag melden

      ... aber auch die Schweizer

      Die Schweizer sind nicht besser. Bevorzugungen von Geld und Adel werden an den Abstimmungen gut geheissen. Ich bin sicher das CH-Volk wird auch die 6 Wochen Ferien ablehnen - zugunsten der Unternehmer-Kaste .

    • O.K. am 04.01.2012 19:26 Report Diesen Beitrag melden

      90% KMU's

      Welche Unternehmer-Kaste? Über 90% der Schweizer Wirtschaft sind KMU's. Diese können sich keine 6 Woche Ferien leisten. Hirnrissige Idee, aber die Initianten haben woll spekuliert, dass das Parlament einen Gegenvorschlag mit 5 Wochen bringt. Tja, auch hier ist Spekulation nichts gutes.

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  • Luis Ulrich am 04.01.2012 09:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ron paul for president

    Richtig, da kann man nur hoffen, dass ron paul das rennen macht: die einzig bessere alternative zu obama!

    • Cyril am 04.01.2012 10:51 Report Diesen Beitrag melden

      Wenn Ron Paul President wird

      heisst es am nächsten Tag in jeder Zeitung: Starker 2. Platz für Obama!!

    • K.M am 04.01.2012 11:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Alternative?

      Sie wissen schon das er ein Republikaner ist und die gleiche Schiene wie Bush fahren wird? Was will Obama viel machen wenn er den ganzen mist der Rebublikaner aufräumen muss. Also Bitte, sie haben die letzte 10 jahren geschlaffen.

    • tobias ruther am 04.01.2012 22:57 Report Diesen Beitrag melden

      @K.M

      krieg in Lybien, irak und Afghanistan, guantanomo, NDA-Act, hungernde bevölkerung, immense staatschulden, drohnenflüge in somalia jemen und sudan. wer fährt hier wohl die bush-schiene? Ron paul betreibt seit 30 jahren politik und hielt immer an seiner linie fest. er kritisiert die WIRKLICHEN probleme der USA: kriege und FED. wer hat hier wohl geschlafen?

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