Vorwahlen

01. Februar 2012 02:29; Akt: 01.02.2012 06:38 Print

Romney holt sich FloridaRomney holt sich Florida

Triumphaler Sieg Mitt Romneys bei den Republikanervorwahlen in Florida: Mit rund 46 Prozent der Stimmen deklassierte der Ex-Gouverneur und Multimillionär seinen ärgsten Rivalen Newt Gingrich.

Mitt Romneys Sieges-Rede in Florida. (Video: YouTube/PBS News)

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Der frühere Gouverneur von Massachusetts ist der Präsidentschaftskandidatur im Herbst einen entscheidenden Schritt näher gerückt: Als Sieger in Florida erhält er die Stimmen aller 50 Delegierten des Staates beim Nominierungsparteitag im August - es sind die meisten aller bisher entschiedenen Vorwahlen.

Nach Auszählung der Stimmen in etwa der Hälfte der Wahlbezirke kam Romney auf 46 Prozent. Gingrich, der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses, war mit nur 32 Prozent deutlich abgeschlagen. Gingrich kündigte bereits vor Bekanntgabe des Ergebnisses am Dienstagabend an, er werde in jedem Fall weiter um die Kandidatur kämpfen. Abgeschlagen auf den dritten Platz in Florida kam Ex-Senator Rick Santorum mit rund 13 Prozent der Stimmen, berichteten mehrere US- Sender übereinstimmend. Der libertäre Kongressabgeordnete Ron Paul landete demnach mit sieben Prozent auf den letzten Platz.

Wahlkampf zunehmend aggressiv

Nach seiner überraschend deutlichen Niederlage in South Carolina Ende Januar war Romney zuletzt deutlich aggressiver gegenüber seinem Rivalen Gingrich aufgetreten. Der ehemalige Gouverneur und seine Verbündeten investierten in Florida allein 14 Millionen Dollar (10,7 Millionen Euro) in Fernsehwerbung. Gingrich kam mit seinen Unterstützern nur auf rund drei Millionen Dollar (2,3 Millionen Euro).

Romney geht nun als Favorit in eine Serie weniger bedeutender Entscheidungen im kommenden Monat. Bereits am Samstag steht eine weitere Vorwahl in Nevada bevor. Als entscheidendes Datum schält sich aber immer mehr der «Super- Tuesday» am 6. März heraus. Dann wird in zehn Bundesstaaten abgestimmt.

Zwar war die Abstimmung in Florida bereits die vierte US-Vorwahl - aber nach Iowa, New Hampshire und South Carolina war es der erste Urnengang von entscheidender Bedeutung. Es ging um 50 Delegiertenstimmen für die Nominierung im August, deutlich mehr als bei den drei bisherigen Abstimmungen. Insgesamt sind beim Republikaner-Parteitag 1144 Delegiertenstimmen nötig. Erst dann wird endgültig entschieden, wer gegen Obama antritt.

Obama als lachender Dritter

«Lachender Dritter» des Republikanerrennens ist Obama. Er dürfte von den Tiefschlägen, die sich die Republikaner gegenseitig zufügen, profitieren. Seit Wochen hat die Auseinandersetzung an Härte zugenommen. Gingrich etwa warf Romney immer wieder dessen frühere Tätigkeit als Unternehmerberater vor, bei der er Firmen stillgelegt und dabei Millionen verdient habe.

Das Weisse Haus bereitet sich bereits seit Monaten auf Romney als wahrscheinlichsten Gegner bei der Präsidentenwahl am 6. November vor. Umfragen zufolge dürften sich Obama und Romney ein Kopf-an-Kopf- Rennen liefern.

«Barack Obama schlagen»

«Vielen Dank FL», schrieb Romney wenige Minuten nach Bekanntgabe des Ergebnisses in einer Botschaft über sein Twitter-Profil. «Während wir diesen Sieg feiern, dürfen wir nicht vergessen, worum es in dieser Wahl eigentlich geht: Barack Obama schlagen.»


(Newt Gingrich nach der Niederlage/ Video: YouTube/ngingrich)

(sda/dapd)

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  • Marion am 01.02.2012 07:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wahlkampf Show a la America

    Geld regiert die Welt, jedem Volk den Präsidenten den es verdient! Wenn die Amis einen Multimillionär zum Präsidenten wollen, dann sollen sie in haben. Er könnte ja dann mal ein paar Schulden bezahlen :-). Der Wahlkampf in den USA ist eine typisch amerikanische Show wer genug Geld hat gewinnt! Hauptsache der Unterhaltungswert stimmt! Wenn die keine anderen Probleme haben dann ist das ja super!

  • Dani am 01.02.2012 07:02 Report Diesen Beitrag melden

    Schande

    Da sieht man mal wieder die Kurzsichtigkeit und Medienabhängigkeit der Amerikaner. Würde kein Amerikaner FOX, CNN, ABC, etc. schauen, sondern nur auf die Message der Kandidaten hören, ich garantiere, dass Kongressabgeordneter Ron Paul die Präsidentschaftswahlen gewinnen würde. Leider ist dies aufgrund der "Lobbymedien", die ich oben genannt habe absolut unmöglich, da sie Ron Paul als verrückt abstempeln und selten wirklich über ihn (positiv) berichten. Von Anfang an war klar, dass Romney und Gingrich vorne liegen würden und das wird auch so bleiben. Obama bekommt weitere 4 Jahre, keine Frage.

  • Mr Y am 01.02.2012 07:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Millionen...

    Ich finde das immer interessant, wie in den Medien geschrieben wird, dass MR multimillionär ist und explizit darauf hingewiesen wird, wie viele Millionen er ausgibt. Vergessen geht dabei, dass Obama vor vier Jahren rund 800 Mil. Ausgegeben hat (McCain ca 350Mil) und dieses Jahr ein Kanditaturbudget von rund 750 Mil hat...