Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Duell der Republikaner
11. Dezember 2011 10:55; Akt: 11.12.2011 12:01 Print
Romney und Gingrich kreuzen die Klingen
Im Kampf um die Präsidentschaftkandidatur hat Newt Ginrich die Nase vorn. Bei einer Debatte mit Mitt Romney nahm er auch Stellung zur Kritik nach seinen Äusserungen über die Palästinenser.

Schenken sich nichts: Der ehemalige Gouverneur des Bundesstaates Massachusetts, Mitt Romney (l.) und der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich am 10. Dezember 2011 beim Schlagabtausch an der Drake Universität in Des Moines, Iowa. (Bild: AFP)
-
Republikaner in Not: Eine schrecklich lahme Familie
-
Schulden über Schulden: Superausschuss in den USA versagt
-
Sorgen für US-Präsident: Republikaner nehmen Obama in die Zange
-
US-Wahlen 2012: Die «Lügen-Spots» von Perry und Romney
-
Irans Atombombe: Republikaner wollen harte Gangart
- Dossiers
-
Amerika wählt
Im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner läuft augenscheinlich alles auf ein Schlussspurt zwischen Newt Gingrich und Mitt Romney hinaus. Bei einer Debatte der Bewerber am Samstag in Des Moines (US-Staat Iowa) gerieten beide Spitzenkandidaten kräftig aneinander.
Bildstrecken Obamas mögliche Herausforderer 2012 Infografik Popularität der US-PräsidentenAir Force OneDabei ging es um den persönlichen Werdegang und die aktuelle Nahost-Politik. In Iowa beginnen am 3. Januar die Vorwahlen der Republikaner. Gingrich führt derzeit die Umfragen klar an, Romney folgt mit einigem Abstand.
Gingrich, Mitte der 90er Jahre republikanischer Parlamentschef, verteidigte bei der Debatte seine umstrittene Äusserung, nach der die Palästinenser ein «erfundenes Volk» seien. Diese Sicht sei «historisch wahr», erklärte er. Kontrahent Romney nannte die Äusserung einen Fehler. «Man spricht nicht im Namen von Israel», sagte er.
Kritik der Palästinenser
Die Palästinenser reagierten mit scharfer Kritik auf die Worte Gingrichs. Seine Äusserungen «werden für lange, lange Zeit die Munition für die Bin Ladens und alle Extremisten liefern», sagte der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat dem US-Sender CNN.
Gingrich sagte hingegen: «Jemand muss den Mut haben, die Wahrheit zu sagen. Über den Nahen Osten gibt es zu viele Lügen».
Auch beim persönlichen Werdegang stritten sich die beiden Spitzenbewerber. Gingrich warf Romney vor, dass er lediglich wegen einer verlorenen Wahl um einen Senatssitz von Massachusetts 1994 gegen Ted Kennedy kein Karrierepolitiker geworden sei. Romney erwiderte, was das Land am wenigsten brauche, seien Politiker, die ihr ganzes Leben in Washington zugebracht hätten.
Gingrich verteidigte auch Honorarzahlungen des inzwischen verstaatlichten Immobilienfinanzierers Freddie Mac von 1,6 Millionen Dollar. Er sei nur für «strategische Beratung» bezahlt worden. Nie habe er als Lobbyist gearbeitet.
Gingrich führt deutlich
Nach einem von der Webseite realclearpolitics.com ermittelten Durchschnitt verschiedener Umfragen führt Gingrich das Feld derzeit souverän mit über 33 Prozent Zustimmung an. Dahinter folgt mit weitem Abstand Romney mit rund 21 Prozent.
Experten erwarten, dass der Sieger frühestens am 6. März feststeht, dem «Super Tuesday», an dem in zahlreichen Staaten die republikanische Kandidatenkür stattfindet.
Auch in Iowa liegt Gingrich in den Umfragen klar vorn. Eine Erhebung des Senders ABC und der «Washington Post» sieht den 68-Jährigen bei 28 Prozent, Romney bei lediglich 18 Prozent.
(sda)
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.
-
Alle 12 Kommentare





























Ron Paul
Ich finds schade, dass Ron Paul praktisch nirgends erwähnt wird, obwohl er so gute Vorsätze hat. Ich frag mich, wieso diese anderen Kandidaten (die sehr oft ihr Mangel an Allgemeinwissen bewiesen haben) erwähnenswerter sind als er. Es kommt mir alles wie eine Reality Show rüber.
Bravo Gingrich!
Tatsächlich mal einer der die Wahrheit spricht und nicht verlogener Sozialromantik hinterherrennt. Man versucht ihn an der Palästina Frage politisch zu eliminieren! Aber im Grunde genommen hat er recht - im Interview sagt er sogar nochmals dass selbst 2007 der Abgeordnete der Palästinenser das Existenzrecht Israels ABERKANNTE! Mit so jemandem möchte ich auch keinen Frieden schliessen. Und der andauernde Beschuss mit Qassam Raketen von palästinensischer Seite aus, zeigt ziemlich deutlich die friedlichen Absichten jener.
Gelobtes land
Also du solltest erst mal die geschichte der region etwas genauer studieren bevor du hier eine seite ins abseits bevörderst. Die israelis okupieren land dass sie laut der bibel von gott erhalten haben.....also würde ich mich mal rragen mit welcher seite es einfacher wäre zu verhandeln
4 Angriffskriege
Vielleicht sollten Sie die Geschichte studieren und nachlesen was 1948, 1956, 1967 und 1973 passierte... Die Hand zum Frieden auszustrecken liegt ganz sicher nicht an Israel.
USA eigentlich ein kleines Land
Weltreich zwischen Pazifik und Atlantik, kontrovers vom Lebensstil bis Politik. Land der Indianer einst genommen, Bisons an der Ausrottung angekommen. Schwer auf den Schultern wiegt der Verdacht, die Schmach des Völkermords von den Lippen gelacht. Militärisch reicht ihnen niemand das Wasser, doch liebe zur Natur und Menschenrecht immer blasser. Bereicherung von Alaska bis Georgia, Machtgelüste von Montana bis Virginia. Grosses Land dem ich mein Respekt nicht zolle, denn als Schweizer steck ich in einer anderen Rolle. Mit ja oder nein kann ich hier viel erwägen, die Amis kugelrund sich nicht mehr bewegen. Was Amis glauben zu sein in ihrer Ewigkeit, ist bei uns Realität in Form von solidarischer Einigkeit.
nice
Schön getroffen.. ;)