Präsident im Aufwind

06. Februar 2012 18:33; Akt: 06.02.2012 18:33 Print

Super Bowl verleiht Obama einen SchubSuper Bowl verleiht Obama einen Schub

Barack Obama ist überzeugt, dass er eine Wiederwahl verdient. Eine neue Umfrage sieht ihn klar vor Mitt Romney – auch das Resultat der Super Bowl ist «Good News» für den Präsidenten.

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Barack Obama im Interview mit NBC.
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US-Präsident Barack Obama hat beim Volk um eine zweite Chance geworben. In einem Interview des Fernsehsenders NBC vor der Super Bowl, dem Final der Football-Profiliga, sagte er am Sonntag, seine Arbeit sei noch nicht beendet. Seine Regierung schaffe monatlich mehr als 250 000 Arbeitsplätze. Das habe es zuletzt 2005 gegeben und sei eine Trendumkehr. Noch vor drei Jahren seien in der Wirtschaft 750 000 Stellen pro Monat verloren gegangen.

Obama erklärte, das verarbeitende Gewerbe brauche noch einen Schub. «Wir müssen sicherstellen, das wir amerikanische Energie fördern, nicht nur Öl und Gas, sondern saubere Energie», sagte er. Die USA müssten sich auf «altmodische amerikanische Werte» besinnen. Vor drei Jahren hatte Obama erklärt, dass es bei einer Amtszeit bleiben werde, sollte in der Wirtschaft bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Trendwende eingesetzt haben.

Höchste Zustimmung seit Bin Ladens Tod

Ob der Präsident eine Wiederwahl verdient, ist im Volk nach wie vor umstritten. In einer Umfrage von «Washington Post» und ABC News sprachen sich 49 Prozent der registrierten Wähler für eine zweite Amtszeit Obamas aus und exakt gleich viele dagegen. Insgesamt aber zeigt seine Popularitätskurve nach oben. 50 Prozent aller Befragten beurteilen Obama positiv, der höchste Wert seit der Tötung von Osama Bin Laden im vergangenen Mai.

Noch besser sieht es für ihn im Vergleich mit seinem wahrscheinlichsten republikanischen Rivalen Mitt Romney aus. Obama wurde eine Wahl gegen den Ex-Gouverneur von Massachusetts bei allen Befragten mit 52 zu 43 Prozent und bei den registrierten Wählern mit 51 zu 45 Prozent gewinnen. Besonders stark aufgeholt hat der Präsident bei den parteilosen Mitte-Wählern. In der letzten Post-ABC-Umfrage Mitte Januar hatte Romney bei diesen noch einen Vorsprung von zwölf Prozent, jetzt führt Obama mit 48 zu 47 Prozent.

Romney kommt schlecht weg

Zwei Gründe werden für die Entwicklung ausgemacht: Die positiven Wirtschaftsdaten und der gehässige Vorwahlkampf der Republikaner. Rund zwei Drittel der Befragten erklärten, je mehr sie über Mitt Romney wüssten, umso weniger würden sie ihn mögen. Vor allem der Eindruck, der vielfache Millionär sei abgehoben und ohne Bezug zur Welt der Durchschnitts-Amerikaner, scheint haften zu bleiben. 52 Prozent der Befragten erklärten, Barack Obama verstehe die wirtschaftlichen Probleme der Menschen, Romney kommt auf nur 37 Prozent.

Das Fazit für die «Washington Post»: Wird die Wahl im November zu einem Plebiszit über Obamas Amtsführung, wie es die Republikaner anstreben, dann wird der Präsident Mühe haben. Können er und seine Berater sie wie beabsichtigt zu einem Zweikampf zwischen Amtsinhaber und Herausforderer hochstilisieren, sieht es deutlich besser aus. Für Mitt Romney bleibt folglich noch viel zu tun – einziger Trost für ihn ist, dass sein innerparteilicher Rivale Newt Gingrich in der Umfrage noch schlechter bewertet wird.

Super-Bowl-Indikator spricht für Obama

Doch auch das Ergebnis des Super Bowl ist kein gutes Zeichen für den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts, und das nicht nur, weil sein «Heimteam», die New England Patriots, als Verlierer vom Platz musste. Ein Aberglaube unter Börsianern besagt: Wenn die Mannschaft der National Football Conference (NFC) sich gegen jene der American Football Conference (AFC) durchsetzt, dann gibt es ein gutes Börsenjahr. Andernfalls haben die Bären das Sagen. Und mit den New York Giants hat das NFC-Team triumphiert – Good News für Präsident Obama.

Dieser «Super Bowl Indikator» hat sich in der Vergangenheit als überraschend zuverlässig erwiesen. Seit der ersten Austragung 1967 traf er in 80 Prozent der Fälle ins Schwarze. Allerdings muss Barack Obama hoffen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt. Im letzten Final zwischen Patriots und Giants setzten sich 2008 ebenfalls die New Yorker durch – die Börse aber erlebte im Sog der Finanzkrise ein Horror-Jahr mit einem Minus von fast 40 Prozent.

(pbl/dapd)

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    Amis..

    Brot und Spiele fürs Volk und alles ist wieder gut. Wir sind wirklich an einem Tiefpunkt angelangt