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Flucht nach vorne
18. Januar 2012 07:10; Akt: 18.01.2012 09:59 Print
Warum Romney nur 15 Prozent Steuern bezahlt
Präsidentschaftskandidat Mitt Romney ist Grossverdiener, sein Vermögen wird auf 250 Millionen Dollar geschätzt. Steuern bezahlt er gerade mal 15 Prozent.

Der Favorit der Republikaner: Mitt Romney am 17. Januar bei einem Wahlkampfauftritt in South Carolina. (Bild: Emmanuel Dunand)
Unter wachsendem gesellschaftlichem Druck hat der Favorit für die Präsidentschaftskandidatur der US- Republikaner, Mitt Romney, die Offenlegung seiner Steuererklärung angekündigt. Der Multimillionär räumte am Dienstag in South Carolina ein, dass er nur rund 15 Prozent Einkommenssteuer zahle. Bei einem Wahlkampfauftritt in Florence versprach Romney die Veröffentlichung der Unterlagen für 2011, sobald diese vollständig seien. Der Stichtag für die Steuererklärung in den USA ist gewöhnlich der 15. April.
Bildstrecken Vorwahl in New HampshireIn einer TV-Debatte am Montagabend war Romney einer Antwort auf die Frage ausgewichen, ob er seine Steuerunterlagen öffentlich machen werde. In Florence erklärte er nun, dass die Bürger ein Interesse an seinen Finanzen zeigten.
Offenlegung hat Tradition
In der Vergangenheit haben Präsidentschaftskandidaten in den USA ihre persönlichen Finanzen traditionell offengelegt. Romneys Vermögen wird auf bis zu 250 Millionen Dollar geschätzt.
Romney erklärte seine geringe Steuerlast damit, dass sein Einkommen überwiegend «aus in der Vergangenheit gemachten Investitionen» stamme. Der Politiker erwarb sein Vermögen in den achtziger und neunziger Jahren als Chef der Investmentfirma Bain Capital.
Steuervergünstigungen dank Bush
Während Kapitaleinkünfte in den USA nur mit 15 Prozent besteuert werden, liegt die Steuer auf Lohneinkommen bei bis zu 35 Prozent. Wie viele andere wohlhabende US-Bürger profitiert der Ex-Gouverneur von Massachusetts von den unter Ex-Präsident George W. Bush eingeführten Steuervergünstigungen.
Romney hatte die ersten beiden Vorwahlen der Republikaner in Iowa und New Hampshire gewonnen und gilt als aussichtsreichster Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei.
Meinungsforscher sehen ihn auch bei der nächsten Vorwahl in South Carolina am Samstag vorne. Einer am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Gallup-Instituts zufolge sprachen sich 37 Prozent der Republikaner in den USA für Romney als Kandidaten aus.
(mbu/sda)



























