Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Freud und Leid der Asche
18. April 2010 14:34; Akt: 18.04.2010 15:54 Print
«Konnten mit offenen Fenstern schlafen»
von Felix Burch - Auf dem Flughafen Kloten geht gar nichts mehr. Kein Flugzeug ist in der Luft. Davon profitieren die Menschen in den Anfluggebieten. Sie verbrachten seit langem wieder einmal ein ruhiges Wochenende.
Im Luftraum über Zürich ist es seit dem Freitag still. Die Aschewolke zwingt die Fluggesellschaften weiter, all ihre Maschinen auf dem Boden zu lassen.
Thomas Morf vor dem Teich in seinem Garten, wo er sich dieses Wochenende seit langem weider einmal richtig erholen konnte.
Diese Ruhe haben viele Bewohner rund um das Anfluggebiet von Kloten genossen. Yvonne Wewerka aus Pfaffhausen sagt gegenüber 20 Minuten Online: «Es ist paradiesisch, wir konnten dieses Wochenende das erste Mal seit fast sechs Jahren wieder ausschlafen.» Die aktuelle Situation führe einem vor Augen, wie es sein könnte.
«Was die Politiker nicht schafften, schaffte jetzt der Vulkan»
Ein anderer Anwohner, der nicht mit Namen genannt werden will, spricht von einem grandiosen Wochenende. Er habe wieder einmal mit offenen Fenstern durchschlafen können. Normal werde er vom Fluglärm um sechs Uhr geweckt und müsse dann aufstehen, um die Fenster zu schliessen. Am Sonntagnachmittag sitzt der Mann in seinem Wintergarten und geniesst den Tag ohne den Lärmteppich, wie er sagt.
Auch Thomas Morf, der Präsident des «Vereins Flugschneise Süd - Nein» genoss das Wochenende. «Es war und ist einfach ruhig und schön», meint Morf, der in Pfaffhausen lebt. Er sei mit dem Bike zum Pfannenstil hochgefahren und habe die Stimmung richtig aufgesogen. Morf betont, er wisse, dass die Aschewolke viele Personen in unangenehme Situationen gebracht habe und das tue ihm leid. Allerdings sei es ein absoluter Wahnsinn, dass es einen Vulkan brauche, der geradebiege, was die Politiker und Flughafenverantwortlichen nicht geschafft hätten - eine angenehme Situation für Tausende.
Fotografieren ohne Kondensstreifen
Dutzende Mails füllen laut Morf seit der Sperrung des Schweizer Luftraums seine Inbox. Alle Verfasser seien dankbar, wieder einmal ausschlafen zu können. Vertretern aus anderen lärmgeplagten Regionen geht es laut einer Meldung der SDA gleich. Fritz Kauf, Ko-Präsident des Bürgerprotests Fluglärm Ost, bekommt ebenfalls viele Mails. Unter anderem staune man darüber, wie sich der Himmel ohne Kondensstreifen verändere, sagte Kauf. «Selbst beim Fotografieren stören die Kondensstreifen nicht, die man sonst automatisch in die Bildgestaltung einbezieht.»
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
-
Alle 41 Kommentare





























Ich versteh dies nicht
Mich persönlich stört Fluglärm auch, also wohne ich auch nicht in der Schneise, sondern in Wiedikon. Ich verstehe das Gemotze überhaupt nicht, wenn es euch nicht passt, dann zieht doch weg. Seid euch aber bewusst, dass ihr dann mehr bezahlen müsst, da ihr dann nicht mehr in der Anflugschneise wohnt! Zieht weg oder seid einfach mal ruhig, echt, es nervt!
Hysterie
Die Schweiz und mit ihr ganz Europa hat wiedereinmal völlig hysterisch und übertrieben reagiert. Die Aschewolke ist nur am Ursprungsort wirklich gefährlich. Über Europa hätte diese gefahrlos durchflogen werden können. Das beweist auch unser östliches Nachbarland. Die Behörden haben aus der Vogel- und Schweinegrippe immer noch nichts gelernt. Das ist ein Skandal und die zuständigen "Experten" sollten die Kosten zahlen müssen.
Spekulantitis
Jeder Einzelne der Jammeris, welcher ein Haus im Flughafenperimeter gekauft hat, ist ein elender Spekulant. Was passiert wenn die An/Abflugschneise geändert wird?? Das Haus wird aud einen Schlag im Wert verdoppelt... Jaja, damit können diejenigen dann sehr schöne Ferien machen. Abflug natürlich ab Kloten....