Eyjafjallajökull

19. April 2010 15:53; Akt: 19.04.2010 16:40 Print

Der Vulkan ohne NamenDer Vulkan ohne Namen

Seit letzter Woche kennt jedermann den isländischen Vulkan, dessen Namen niemand aussprechen kann. Doch der vermeintliche Name ist gar kein Name.

Bildstrecke im Grossformat »
Der Eyjafjallajökull hat seine isländische Umgebung in eine Mondlandschaft verwandelt (16. Mai 2010). Der Gletschervulkan als Touristenattraktion (17. Mai 2010). Noch am 17. Mai wurden Teile des europäischen Luftraums geschlossen. Ein Mitglied des Krisenstabes der Deutschen Flugsicherung zeigt am 20. April 2010 in Langen bei Frankfurt auf eine Karte, auf der die Berechnung für die Ausdehnung (rote Kontur) der Aschewolke zu sehen ist. Erkennungsflug am 19. April: Die Eruptionen des Gletschervulkans nähmen wieder an Stärke zu, hiess es anschliessend. Man habe es mit «dynamischen und sich schnell ändernden Bedingungen» zu tun. Spektakuläres Bild vom Vulkan in der Nacht auf den 19. April 2010. Immer noch spuckt der Vulkan Lava und Asche. Eine klebrige Aschemasse bedeckt Teile Islands. Einsatzkräfte befreien das Dach eines Hauses im isländischen Seljavellir vom Aschregen des Vulkans. Statt vom Schnee werden Strassen in Island vom Aschregen befreit. Dächer werden von der Asche freigeräumt. In Island sind die Ausmasse des Vulkanausbruchs eindrücklich zu sehen. Selbst im Auto müssen sich die Leute mit Masken schützen. Die Aschewolke ist ein einmaliges Naturphänomen. Spektakuläre Bilder aus Island zeigen, was der Vulkanausbruch dort angerichtet hat. Bauern sind besonders betroffen. Ein isländischer Bauer schützt sich mit einer Schutzmaske vor der Asche. Eine Eruption mit gravierenden Folgen: Der Ausbruch des Vulkans legte den Flugverkehr tagelang in halb Europa lahm. Das Schmelzwasser nimmt als Folge der erneuten Eruptionen am Gletscher weiter zu. Der Gletscherfluss Markarfljot ist schon bedenklich angestiegen. Die Folgen des Vulkanausbruchs sind am 14. April bis über die Wolkendecke zu sehen. Die grosse Gefahr am Boden ist das Hochwasser. Touristen betrachten die Lava am 2. April 2010. 2. April 2010. Schaulustige betrachten das Naturschauspiel am 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 25. März 2010. Die isländische Küstenwache machte Aufnahmen aus der Höhe.

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Der Eyjafjallajökull vor der Südküste Islands ist der fünftgrösste Gletscher auf der Atlantikinsel. Er birgt einen Vulkan im Untergrund, liegt 125 Kilometer östlich der Hauptstadt Reykjavik und erreicht eine Höhe von 1666 Metern.

Aber der zum vierten Mal seit der Besiedlung Islands aktive Vulkan unter dem Gletscher hat, wie bei Vulkangletschern in Island üblich, gar keinen eigenen Namen. Denn: «Jökull» ist das isländische Wort für Gletscher. «Eyjafjalla» bedeutet «Insel-Berge».
Also heisst «Eyafjallajökull» lediglich «Inselberggletscher».

Zuletzt aktiv vor 190 Jahren

Die Inselbezeichnung bezieht sich auf die der Küste vorgelagerten Westmännerinseln. Hier zerstörte ein Vulkanausbruch 1973 weite Teile des Hauptortes Heimaey.

Der Vulkan unter dem Eyjafjallajökull war zuletzt von 1821 bis 1823 aktiv. Im Frühjahr 1823 brach der nahe gelegene Katla, Islands zweitgrösster Vulkan nach dem Hekla, aus. Eine Wiederholung dieses Folgeereignisses gilt in Island als grösste Gefahr des derzeitigen Ausbruchs des Gletschervulkans.

(aeg/sda)