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Eyjafjallajökull
19. April 2010 15:53; Akt: 19.04.2010 16:40 Print
Der Vulkan ohne Namen
Seit letzter Woche kennt jedermann den isländischen Vulkan, dessen Namen niemand aussprechen kann. Doch der vermeintliche Name ist gar kein Name.
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Der Eyjafjallajökull vor der Südküste Islands ist der fünftgrösste Gletscher auf der Atlantikinsel. Er birgt einen Vulkan im Untergrund, liegt 125 Kilometer östlich der Hauptstadt Reykjavik und erreicht eine Höhe von 1666 Metern.
Aber der zum vierten Mal seit der Besiedlung Islands aktive Vulkan unter dem Gletscher hat, wie bei Vulkangletschern in Island üblich, gar keinen eigenen Namen. Denn: «Jökull» ist das isländische Wort für Gletscher. «Eyjafjalla» bedeutet «Insel-Berge».
Also heisst «Eyafjallajökull» lediglich «Inselberggletscher».
Zuletzt aktiv vor 190 Jahren
Die Inselbezeichnung bezieht sich auf die der Küste vorgelagerten Westmännerinseln. Hier zerstörte ein Vulkanausbruch 1973 weite Teile des Hauptortes Heimaey.
Der Vulkan unter dem Eyjafjallajökull war zuletzt von 1821 bis 1823 aktiv. Im Frühjahr 1823 brach der nahe gelegene Katla, Islands zweitgrösster Vulkan nach dem Hekla, aus. Eine Wiederholung dieses Folgeereignisses gilt in Island als grösste Gefahr des derzeitigen Ausbruchs des Gletschervulkans.
(aeg/sda)


























