Vulkanausbruch

11. Mai 2010 09:41; Akt: 11.05.2010 14:26 Print

Aschewolke legt Flughäfen im Süden lahmAschewolke legt Flughäfen im Süden lahm

Die Aschewolke kennt kein Pardon und weht gen Süden und Osten: Flughäfen in Südspanien, auf den Kanarischen Inseln, in Marokko und in der Türkei mussten geschlossen werden.

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Der Eyjafjallajökull hat seine isländische Umgebung in eine Mondlandschaft verwandelt (16. Mai 2010). Der Gletschervulkan als Touristenattraktion (17. Mai 2010). Noch am 17. Mai wurden Teile des europäischen Luftraums geschlossen. Ein Mitglied des Krisenstabes der Deutschen Flugsicherung zeigt am 20. April 2010 in Langen bei Frankfurt auf eine Karte, auf der die Berechnung für die Ausdehnung (rote Kontur) der Aschewolke zu sehen ist. Erkennungsflug am 19. April: Die Eruptionen des Gletschervulkans nähmen wieder an Stärke zu, hiess es anschliessend. Man habe es mit «dynamischen und sich schnell ändernden Bedingungen» zu tun. Spektakuläres Bild vom Vulkan in der Nacht auf den 19. April 2010. Immer noch spuckt der Vulkan Lava und Asche. Eine klebrige Aschemasse bedeckt Teile Islands. Einsatzkräfte befreien das Dach eines Hauses im isländischen Seljavellir vom Aschregen des Vulkans. Statt vom Schnee werden Strassen in Island vom Aschregen befreit. Dächer werden von der Asche freigeräumt. In Island sind die Ausmasse des Vulkanausbruchs eindrücklich zu sehen. Selbst im Auto müssen sich die Leute mit Masken schützen. Die Aschewolke ist ein einmaliges Naturphänomen. Spektakuläre Bilder aus Island zeigen, was der Vulkanausbruch dort angerichtet hat. Bauern sind besonders betroffen. Ein isländischer Bauer schützt sich mit einer Schutzmaske vor der Asche. Eine Eruption mit gravierenden Folgen: Der Ausbruch des Vulkans legte den Flugverkehr tagelang in halb Europa lahm. Das Schmelzwasser nimmt als Folge der erneuten Eruptionen am Gletscher weiter zu. Der Gletscherfluss Markarfljot ist schon bedenklich angestiegen. Die Folgen des Vulkanausbruchs sind am 14. April bis über die Wolkendecke zu sehen. Die grosse Gefahr am Boden ist das Hochwasser. Touristen betrachten die Lava am 2. April 2010. 2. April 2010. Schaulustige betrachten das Naturschauspiel am 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 25. März 2010. Die isländische Küstenwache machte Aufnahmen aus der Höhe.

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Nach dem Vulkanausbruch auf Island ist noch kein Ende der Probleme für Europas Flugverkehr in Sicht: Die Asche weht weiter in südöstlicher Richtung auf das europäische Festland zu. Im Süden Spaniens und auf den Kanarischen Inseln wurden Flughäfen gesperrt.

Wie die spanische Luftfahrtbehörde Aena mitteilte, stellten die Flughäfen in Sevilla, Jerez und Badajoz um 6.00 Uhr den Betrieb ein. Die beiden Flughäfen auf Teneriffa sowie jene von La Palma und La Gomera schlossen demnach bereits um 5.00 Uhr. Wann der Flugverkehr wieder vollständig aufgenommen werden kann, stand nicht fest.

Marokko und die Türkei schliessen Flughäfen

Wegen der Aschewolke aus Island sind am Dienstag fünf Flughäfen in Marokko zeitweise geschlossen worden. Das Verkehrsministerium begründete die Entscheidung nach einer Meldung der Nachrichtenagentur MAP mit der Notwendigkeit, «das höchste Mass an Sicherheit für die Passagiere zu garantieren». Betroffen waren die Flughäfen Casablanca, Rabat, Tanger, Tetuan und Essaouira.

In der Türkei wurden Flüge westlich und südwestlich von Istanbul vorübergehend ausgesetzt, ausserdem galt ein Flugverbot über Thrakien und den Dardanellen. Der Flughafen von Istanbul blieb aber geöffnet.

Wie das Meteorologische Institut in Reykjavik am Dienstag mitteilte, haben die Explosionen im Krater des Eyjafjallajökull seit Montagnachmittag wieder leicht zugenommen.

Das habe zu verstärkter Aschebildung mit einer Wolke geführt, die Höhen von fünf bis sechs Kilometer in der Atmosphäre erreichte. Anwohner südlich des Gletschers haben wieder mit den Folgen von kräftigem Ascheniedergang zu kämpfen. Es gebe keine Anzeichen für ein Ende der Eruptionen.

Richtung Schweiz

Die Aschewolke bewegte sich von Südwesten her auch Richtung Schweiz, wie Marco Stoll von MeteoSchweiz am Dienstagmorgen auf Anfrage erklärte.

Es handle sich aber im Vergleich zum April um sehr geringe Konzentrationen. Hinzu komme, dass für Dienstag Schauer und Gewitter angesagt seien, welche die Luftmassen permanent durchmischten und reinigten.

Das für allfällige Flugeinschränkungen zuständige Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) steht weiterhin in regelmässigem Kontakt mit der Flugsicherung Skyguide, den Flughäfen und MeteoSchweiz. Die Situation werde beobachtet, wie BAZL-Sprecher Anton Kohler am Dienstag auf Anfrage weiter sagte.

Im April hatte der isländische Vulkan, der seither ununterbrochen Asche ausstösst, fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lang lahmgelegt. Die Schliessung von hunderten von Flughäfen löste ein Chaos aus, mehr als acht Millionen Reisende sassen fest.

(sda/dapd)