Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Vulkanausbruch
11. Mai 2010 09:41; Akt: 11.05.2010 14:26 Print
Aschewolke legt Flughäfen im Süden lahm
Die Aschewolke kennt kein Pardon und weht gen Süden und Osten: Flughäfen in Südspanien, auf den Kanarischen Inseln, in Marokko und in der Türkei mussten geschlossen werden.
-
Zweiter Vulkanausbruch: Vulkanasche löst sich in Luft auf
-
Zweiter Vulkanausbruch: Ein Ende ist nicht absehbar
-
Aschewolke über Europa: München und Innsbruck geschlossen
-
Vulkanausbruch: Flugräume wieder frei
-
Eyjafjalla: Aschewolke verschont die Schweiz
- Dossiers
-
Vulkanausbruch
- Was meinen Sie?
-
Eyjafjallajökull: Satellitenbilder zeigen Aschewolke
-
Messflüge über der Schweiz
-
Aschewolke legt Europas Flughäfen lahm
-
Vulkan bringt Flugverkehr zum Erliegen
-
Haben Sie schon Sommerferien gebucht?
Nach dem Vulkanausbruch auf Island ist noch kein Ende der Probleme für Europas Flugverkehr in Sicht: Die Asche weht weiter in südöstlicher Richtung auf das europäische Festland zu. Im Süden Spaniens und auf den Kanarischen Inseln wurden Flughäfen gesperrt.
Wie die spanische Luftfahrtbehörde Aena mitteilte, stellten die Flughäfen in Sevilla, Jerez und Badajoz um 6.00 Uhr den Betrieb ein. Die beiden Flughäfen auf Teneriffa sowie jene von La Palma und La Gomera schlossen demnach bereits um 5.00 Uhr. Wann der Flugverkehr wieder vollständig aufgenommen werden kann, stand nicht fest.
Marokko und die Türkei schliessen Flughäfen
Wegen der Aschewolke aus Island sind am Dienstag fünf Flughäfen in Marokko zeitweise geschlossen worden. Das Verkehrsministerium begründete die Entscheidung nach einer Meldung der Nachrichtenagentur MAP mit der Notwendigkeit, «das höchste Mass an Sicherheit für die Passagiere zu garantieren». Betroffen waren die Flughäfen Casablanca, Rabat, Tanger, Tetuan und Essaouira.
In der Türkei wurden Flüge westlich und südwestlich von Istanbul vorübergehend ausgesetzt, ausserdem galt ein Flugverbot über Thrakien und den Dardanellen. Der Flughafen von Istanbul blieb aber geöffnet.
Wie das Meteorologische Institut in Reykjavik am Dienstag mitteilte, haben die Explosionen im Krater des Eyjafjallajökull seit Montagnachmittag wieder leicht zugenommen.
Das habe zu verstärkter Aschebildung mit einer Wolke geführt, die Höhen von fünf bis sechs Kilometer in der Atmosphäre erreichte. Anwohner südlich des Gletschers haben wieder mit den Folgen von kräftigem Ascheniedergang zu kämpfen. Es gebe keine Anzeichen für ein Ende der Eruptionen.
Richtung Schweiz
Die Aschewolke bewegte sich von Südwesten her auch Richtung Schweiz, wie Marco Stoll von MeteoSchweiz am Dienstagmorgen auf Anfrage erklärte.
Es handle sich aber im Vergleich zum April um sehr geringe Konzentrationen. Hinzu komme, dass für Dienstag Schauer und Gewitter angesagt seien, welche die Luftmassen permanent durchmischten und reinigten.
Das für allfällige Flugeinschränkungen zuständige Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) steht weiterhin in regelmässigem Kontakt mit der Flugsicherung Skyguide, den Flughäfen und MeteoSchweiz. Die Situation werde beobachtet, wie BAZL-Sprecher Anton Kohler am Dienstag auf Anfrage weiter sagte.
Im April hatte der isländische Vulkan, der seither ununterbrochen Asche ausstösst, fast den gesamten europäischen Luftverkehr rund eine Woche lang lahmgelegt. Die Schliessung von hunderten von Flughäfen löste ein Chaos aus, mehr als acht Millionen Reisende sassen fest.
(sda/dapd)


























