Eyjafjalla

05. Mai 2010 13:28; Akt: 05.05.2010 19:01 Print

Aschewolke verschont die SchweizAschewolke verschont die Schweiz

Die Aschewolke legt derzeit den Flugverkehr im Norden Grossbritanniens lahm. Für die Schweiz besteht aber keine Gefahr.

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Der Eyjafjallajökull hat seine isländische Umgebung in eine Mondlandschaft verwandelt (16. Mai 2010). Der Gletschervulkan als Touristenattraktion (17. Mai 2010). Noch am 17. Mai wurden Teile des europäischen Luftraums geschlossen. Ein Mitglied des Krisenstabes der Deutschen Flugsicherung zeigt am 20. April 2010 in Langen bei Frankfurt auf eine Karte, auf der die Berechnung für die Ausdehnung (rote Kontur) der Aschewolke zu sehen ist. Erkennungsflug am 19. April: Die Eruptionen des Gletschervulkans nähmen wieder an Stärke zu, hiess es anschliessend. Man habe es mit «dynamischen und sich schnell ändernden Bedingungen» zu tun. Spektakuläres Bild vom Vulkan in der Nacht auf den 19. April 2010. Immer noch spuckt der Vulkan Lava und Asche. Eine klebrige Aschemasse bedeckt Teile Islands. Einsatzkräfte befreien das Dach eines Hauses im isländischen Seljavellir vom Aschregen des Vulkans. Statt vom Schnee werden Strassen in Island vom Aschregen befreit. Dächer werden von der Asche freigeräumt. In Island sind die Ausmasse des Vulkanausbruchs eindrücklich zu sehen. Selbst im Auto müssen sich die Leute mit Masken schützen. Die Aschewolke ist ein einmaliges Naturphänomen. Spektakuläre Bilder aus Island zeigen, was der Vulkanausbruch dort angerichtet hat. Bauern sind besonders betroffen. Ein isländischer Bauer schützt sich mit einer Schutzmaske vor der Asche. Eine Eruption mit gravierenden Folgen: Der Ausbruch des Vulkans legte den Flugverkehr tagelang in halb Europa lahm. Das Schmelzwasser nimmt als Folge der erneuten Eruptionen am Gletscher weiter zu. Der Gletscherfluss Markarfljot ist schon bedenklich angestiegen. Die Folgen des Vulkanausbruchs sind am 14. April bis über die Wolkendecke zu sehen. Die grosse Gefahr am Boden ist das Hochwasser. Touristen betrachten die Lava am 2. April 2010. 2. April 2010. Schaulustige betrachten das Naturschauspiel am 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 25. März 2010. Die isländische Küstenwache machte Aufnahmen aus der Höhe.

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Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjöll beeinträchtigt den Luftverkehr in der Schweiz derzeit nicht. Sie zieht über Nordirland und Teile von England, dann aber über die Biskaya und auf den Atlantik hinaus.

Die Schweiz dagegen liegt im Moment unter dem Einfluss eines Tiefdrucksystems im Süden, wie ein Sprecher von MeteoSchweiz am Mittwoch auf Anfrage sagte. Der Wind weht darum vorwiegend aus Südosten - also genau aus der Gegenrichtung des Vulkans.

Und es sieht auch nicht danach aus, als würde sich daran in den nächsten Tagen etwas ändern. MeteoSchweiz kann eine relativ verlässliche Prognose für die nächsten fünf Tage erstellen. Manchmal könne es aber schnell ändern, sagte der Meteorologe.

Hinzu kommt, dass nicht immer zuverlässige Angaben über die Aschewolke vorliegen. Nach der Aufhebung der Luftraum-Sperre hat MeteoSchweiz die Überwachung der Wolke heruntergefahren. Droht der Schweiz wieder Gefahr, können aber sofort wieder Modellrechnungen erstellt werden, wie der Sprecher sagte.

Grossbritannien teilweise dicht

Bereits am Dienstag durften während sechs Stunden keine Flugzeuge in Irland landen oder von dort abheben.

Jetzt behindert die Vulkanasche aus Island weiter den Flugverkehr. Wenige Stunden nach der Wiederöffnung ordnete die britische Luftfahrtbehörde CAA am Dienstagabend erneut die Schliessung des Luftraums über Teilen Schottlands und Nordirlands an.

Von 08.00 MESZ am (heutigen) Mittwoch dürfen auf diversen Flughäfen in Schottland, darunter auch die Airports in Glasgow und Prestwick, keine Maschinen mehr starten und landen. In Nordirland ist zunächst nur der Flughafen der zweitgrössten Stadt Derry betroffen.

Ab Mittag (13.00 Uhr MESZ) müsse aber aller Voraussicht nach auch der Luftraum über Belfast gesperrt werden, teilte die CAA in der Nacht mit. Die Sperrungen gelten grösstenteils zunächst bis 20.00 Uhr MESZ.

Auch Irland verhängt Flugverbot

Wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjöll hat nun auch Irland erneut ein Flugverbot verhängt. Ab 12.00 Uhr MESZ seien am Mittwoch alle Flüge ab und nach Dublin verboten, teilte die irische Luftfahrtbehörde IAA mit.

Bereits ab 09.00 Uhr galten zudem Einschränkungen auf den Flughäfen von Donegal, Sligo und Knock. An den Airports Shannon und Galway sollte der Betrieb vorerst normal weiter laufen.

Da die Aschewolke weiter nach Süden ziehen könnte, seien auch Flughafensperrungen in anderen Teilen Grossbritanniens möglich, erklärte die CAA. Fluggäste wurden aufgefordert, sich vorab bei ihren Fluglinien zu informieren.

Nach Angaben der Flugaufsichtsbehörde Eurocontrol fallen am Mittwoch wegen der Vulkan-Aschewolke voraussichtlich rund 300 der normalerweise 29 000 angesetzten Flüge in Europa aus. Mit einer Besserung der Lage im Laufe des Tages sei nicht zu rechnen, teilte die Behörde mit.

(dapd/afp)