Aschespeiender Vulkan

23. Mai 2010 21:18; Akt: 24.05.2010 13:19 Print

Eyjafjalla gibt endlich RuheEyjafjalla gibt endlich Ruhe

Gefahr vorläufig vorbei: Der gefürchtete isländische Gletschervulkan Eyjafjalla hat sich vorerst beruhigt. Noch steht aber nicht fest, ob er in den nächsten Monaten erneut aktiver wird.

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Der Eyjafjallajökull hat seine isländische Umgebung in eine Mondlandschaft verwandelt (16. Mai 2010). Der Gletschervulkan als Touristenattraktion (17. Mai 2010). Noch am 17. Mai wurden Teile des europäischen Luftraums geschlossen. Ein Mitglied des Krisenstabes der Deutschen Flugsicherung zeigt am 20. April 2010 in Langen bei Frankfurt auf eine Karte, auf der die Berechnung für die Ausdehnung (rote Kontur) der Aschewolke zu sehen ist. Erkennungsflug am 19. April: Die Eruptionen des Gletschervulkans nähmen wieder an Stärke zu, hiess es anschliessend. Man habe es mit «dynamischen und sich schnell ändernden Bedingungen» zu tun. Spektakuläres Bild vom Vulkan in der Nacht auf den 19. April 2010. Immer noch spuckt der Vulkan Lava und Asche. Eine klebrige Aschemasse bedeckt Teile Islands. Einsatzkräfte befreien das Dach eines Hauses im isländischen Seljavellir vom Aschregen des Vulkans. Statt vom Schnee werden Strassen in Island vom Aschregen befreit. Dächer werden von der Asche freigeräumt. In Island sind die Ausmasse des Vulkanausbruchs eindrücklich zu sehen. Selbst im Auto müssen sich die Leute mit Masken schützen. Die Aschewolke ist ein einmaliges Naturphänomen. Spektakuläre Bilder aus Island zeigen, was der Vulkanausbruch dort angerichtet hat. Bauern sind besonders betroffen. Ein isländischer Bauer schützt sich mit einer Schutzmaske vor der Asche. Eine Eruption mit gravierenden Folgen: Der Ausbruch des Vulkans legte den Flugverkehr tagelang in halb Europa lahm. Das Schmelzwasser nimmt als Folge der erneuten Eruptionen am Gletscher weiter zu. Der Gletscherfluss Markarfljot ist schon bedenklich angestiegen. Die Folgen des Vulkanausbruchs sind am 14. April bis über die Wolkendecke zu sehen. Die grosse Gefahr am Boden ist das Hochwasser. Touristen betrachten die Lava am 2. April 2010. 2. April 2010. Schaulustige betrachten das Naturschauspiel am 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 25. März 2010. Die isländische Küstenwache machte Aufnahmen aus der Höhe.

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«Der Ausbruch ist, zumindest vorübergehend, beendet», sagte der isländische Geophysiker Magnus Gudmundsson am Sonntag. Ob dies aber auch das Ende der Aktivität des Vulkans bedeute, der im April eine Woche lang den europäischen Flugverkehr lahmlegte, könne noch nicht bestimmt werden.

Seit Sonntagmorgen habe der Krater kein Magma mehr, sondern nur noch Dampf gespuckt, sagte der Geophysiker von der Isländischen Universität der Nachrichtenagentur AFP in Reykjavik. Frühestens in einem Jahr aber stehe fest, ob der aktuelle Ausbruch vorbei sei.

Gudmundsson verwies darauf, dass der Vulkan Eyjafjalla bei seinem Ausbruch vor knapp 200 Jahren 13 Monate lang aktiv gewesen sei. Nach dem jüngsten Ausbruch am 14. April hatte der Vulkan vor gut einer Woche einen dritten Höhepunkt seiner Aktivität gezeigt, war seitdem aber deutlich stiller geworden.

Flugpassagiere blockiert

Bekannt wurde der Gletschervulkan in Island, weil seine über Europa und den Atlantik hinwegziehende Asche die Schliessung von hunderten Flughäfen und die Streichung von mehr als 100'000 Flügen auslöste. Mitte April führte dies zu einem beispiellosen Chaos.

Mehr als acht Millionen Reisende sassen zum Teil tagelang auf europäischen Flughäfen fest. Seither kam es immer wieder zu Teilsperrungen des Luftraums in einigen Regionen Europas.

Am Freitag hatten sich die Behörden der EU auf neue Richlinien geeinigt, damit wegen Vulkanasche in der Luft künftig weniger Flüge annulliert werden müssen. Höchste Sicherheit sollte aber gleichwohl gewährleistet sein.

Gelassene Isländer

Die Isländer selbst haben in den vergangenen fünfeinhalb Wochen vorgeführt, wie gelassen, kompetent, sozial und auch mit einem Schuss Demut man auf solche unberechenbaren Naturgewalten reagieren kann.

Wenn die knapp tausend Anwohner des Gletschers mal wieder mit niedergegangener Asche zu kämpfen hatten, machten sich aus dem 130 Kilometer entfernten Reykjavik auch die Mitglieder des Clubs für Allrad-Jeeps auf den Weg, um beim Ascheschaufeln zu helfen. Niemand fragte nach Entlohnung, und die Asche war verblüffend schnell weggeräumt.

Dass die Schaufeln jetzt eingepackt werden können, freut nicht nur die Anwohner: Islands Tourismus-Geschäft für diesen Sommer war durch die Aschewolke akut bedroht. Für das von der Finanzkrise in Vulkanstärke getroffene Land eine ganz schlimme Situation. Jetzt sieht der bevorstehende Sommer doch schon viel freundlicher aus.

(sda)