Zweiter Vulkanausbruch

10. Mai 2010 10:17; Akt: 10.05.2010 14:57 Print

Vulkanasche löst sich in Luft aufVulkanasche löst sich in Luft auf

Der europäische Flugverkehr hat sich nach dem Vulkanasche-Alarm vom Wochenende wieder normalisiert. Am Montag waren alle Flughäfen in Europa wieder freigegeben. Doch es kann noch nicht ganz entwarnt werden.

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Der Eyjafjallajökull hat seine isländische Umgebung in eine Mondlandschaft verwandelt (16. Mai 2010). Der Gletschervulkan als Touristenattraktion (17. Mai 2010). Noch am 17. Mai wurden Teile des europäischen Luftraums geschlossen. Ein Mitglied des Krisenstabes der Deutschen Flugsicherung zeigt am 20. April 2010 in Langen bei Frankfurt auf eine Karte, auf der die Berechnung für die Ausdehnung (rote Kontur) der Aschewolke zu sehen ist. Erkennungsflug am 19. April: Die Eruptionen des Gletschervulkans nähmen wieder an Stärke zu, hiess es anschliessend. Man habe es mit «dynamischen und sich schnell ändernden Bedingungen» zu tun. Spektakuläres Bild vom Vulkan in der Nacht auf den 19. April 2010. Immer noch spuckt der Vulkan Lava und Asche. Eine klebrige Aschemasse bedeckt Teile Islands. Einsatzkräfte befreien das Dach eines Hauses im isländischen Seljavellir vom Aschregen des Vulkans. Statt vom Schnee werden Strassen in Island vom Aschregen befreit. Dächer werden von der Asche freigeräumt. In Island sind die Ausmasse des Vulkanausbruchs eindrücklich zu sehen. Selbst im Auto müssen sich die Leute mit Masken schützen. Die Aschewolke ist ein einmaliges Naturphänomen. Spektakuläre Bilder aus Island zeigen, was der Vulkanausbruch dort angerichtet hat. Bauern sind besonders betroffen. Ein isländischer Bauer schützt sich mit einer Schutzmaske vor der Asche. Eine Eruption mit gravierenden Folgen: Der Ausbruch des Vulkans legte den Flugverkehr tagelang in halb Europa lahm. Das Schmelzwasser nimmt als Folge der erneuten Eruptionen am Gletscher weiter zu. Der Gletscherfluss Markarfljot ist schon bedenklich angestiegen. Die Folgen des Vulkanausbruchs sind am 14. April bis über die Wolkendecke zu sehen. Die grosse Gefahr am Boden ist das Hochwasser. Touristen betrachten die Lava am 2. April 2010. 2. April 2010. Schaulustige betrachten das Naturschauspiel am 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 27. März 2010. 25. März 2010. Die isländische Küstenwache machte Aufnahmen aus der Höhe.

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Wegen der neuen Aschewolke aus Island ist es im Flugverkehr in Europa auch am Montag zu Einschränkungen gekommen. Die Europäische Flugsicherheitsorganisation Eurocontrol in Brüssel erwartete im Laufe des Tages rund 28 500 Flüge - das sind 500 weniger als an einem normalen Tag.

Laut den Vorhersagen wird sich die Wolke des isländischen Vulkans Eyjafjalla am Nachmittag vom Atlantik Richtung Spanien bewegen, wodurch es vor allem über der iberischen Halbinsel wieder zu Behinderungen des Flugverkehrs kommen könnte. Am Montagmorgen waren alle europäischen Flughäfen wieder geöffnet.

In Spanien waren am Sonntag zeitweise bis zu zehn Flughäfen geschlossen gewesen. Insgesamt habe es am Vortag knapp 23 500 Flüge in Europa gegeben, das waren 1500 weniger als sonst, teilte Eurocontrol mit.

Swiss mit Normalbetrieb

In der Schweiz hat sich die Lage normalisiert. Die Fluggesellschaft Swiss konnte am Montag wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen, wie Sprecher Jean-Claude Donzel auf Anfrage sagte. Man habe keine Flüge annullieren müssen.

Wie am Vortag komme es am Flughafen Zürich und Genf aber erneut zu Verspätungen von Nordatlantikflügen, teilte Donzel weiter mit. Der Flug Genf - New York etwa habe 6 Stunden Verspätung.

Grund für diese Verspätungen ist laut Angaben von Ralph Staub von der Betriebskoordination des Flughafens Zürich, dass die Flieger wegen der Wolke eine nördlichere Route wählen müssen. Dadurch verlängere sich ihre Flugzeit.

Situation im Auge behalten

Gemäss MeteoSchweiz wird die nächste Aschewolke die Schweiz am Montag gegen Mitternacht tangieren. Wegen des Regens dürfte die Konzentration allerdings eher gering sein. Ein weiterer Schub Asche könnte am Mittwoch eintreffen.

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) behält die Situation deshalb weiter im Auge. Dabei stehe man auch in engem Kontakt mit den Nachbarländern, sagte BAZL-Sprecher Anton Kohler am Montagmorgen auf Anfrage.

Laut Kohler gelten nach wie vor die Vorsichtsmassnahmen: So müssen Piloten Meldung erstatten, wenn sie verdächtige Beobachtungen gemacht oder durch eine Aschewolke geflogen sind.

(sda)