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Suizid mit Schusswaffen
31. Januar 2011 16:31; Akt: 01.02.2011 18:29 Print
Jeder Zweite erschiesst sich mit Armeewaffe
von Ronny Nicolussi - Nicht bei neun, sondern bei 49 Prozent der Schusswaffensuizide ist die Tatwaffe eine Armeewaffe. Eine Untersuchung des BAG zeigt eine völlig neue Datenlage.
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Waffenschutz-Initiative
Das umfassend abgestützte Faktenblatt «Suizid mit Schusswaffen» aus dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) widerlegt die bisherigen Informationen des Bundes und zeigt: Wenn sich Menschen mit einer Schusswaffe selbst töten, benutzen sie in 49 Prozent der Fälle eine Armeewaffe. Bisher sprach das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) immer von neun Prozent. Das Departement berief sich dabei auf die Kriminalstatistik 2009. Weil die Kantone ihre Daten jedoch uneinheitlich erheben, dürfte diese Statistik nicht die Realität abbilden.
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Wurden Sie schon einmal mit einer Schusswaffe bedroht? Besitzen Sie selbst eine Schusswaffe? Und wie werden Sie am 13. Februar im Zusammenhang mit der Initiative «Schutz vor Waffengewalt» abstimmen?
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Thomas Reisch, Leiter Schwerpunkt Psychotherapie der Universitätsklinik und Poliklinik für Psychiatrie Bern und Verfasser des BAG-Faktenblatts, stützt sich bei seiner Auswertung auf vier Studien aus den Jahren 2006 bis 2010. Diese untersuchten den Zusammenhang von Armeewaffe und Schusswaffensuizid. Der Anteil der Armeewaffen schwankte dabei zwischen 41,7 und 68 Prozent, sodass Reisch auf ein gewichtetes Mittel von 49 Prozent kommt.
Das BAG-Faktenblatt zeigt auf, dass Waffen besonders bei Suiziden von Männern eine grosse Rolle spielen. Über 95 Prozent aller Schusswaffensuizide betreffen Männer. Insgesamt ist seit 1995 bei rund einem Viertel aller Suizide eine Schusswaffe eingesetzt worden. Etwa gleich häufig haben Lebensmüde Erhängen als Methode gewählt, gefolgt von Medikamenten (20,4 Prozent) und dem Sprung in die Tiefe (10,9 Prozent). In 6,5 Prozent der Fälle haben sich Selbstmörderinnen und Selbstmörder vor fahrende Gegenstände gelegt – zumeist vor Züge.
20- bis 29-Jährige greifen am häufigsten zur Waffe
Bei den 20- bis 29-Jährigen – also den dienstpflichtigen Jahrgängen – ist Erschiessen mit über 35 Prozent der Fälle deutlich die häufigste Suizidmethode. Je nach Lebensalter werden unterschiedliche Suizidformen gewählt. Während sich 40- bis 59-jährige Lebensmüde am häufigsten erhängen, wählen Menschen im hohen Alter zunehmend Medikamente zur Selbsttötung. Insgesamt sterben in der Schweiz jährlich etwa 1300 Menschen durch Suizid.
Eine erfreuliche Tendenz stellt der Studienverfasser seit 2003 fest: Die Anzahl Schusswaffensuizide hat signifikant abgenommen. Die sprungartige Abnahme wird mit der Einführung der Armee XXI in Zusammenhang gebracht. Die Armeereform hatte zu einer deutlichen Reduktion des Armeebestandes und damit gleichzeitig auch zu einer Reduktion der Anzahl verfügbarer Armeewaffen geführt.
Zusammenhang zwischen Armeewaffenbestand und Schusswaffensuiziden
Gemäss Studienverfasser lässt die Korrelation zwischen Schusswaffensuiziden und dem Effektivbestand der Armeewaffen auf einen aussergewöhnlich starken Zusammenhang schliessen. Während von 1995 bis 2002 bei einem Armeewaffenbestand von gut
Die Suizidrate ging bei sämtlichen Alterskategorien unter 60 Jahren zurück, am stärksten bei den 30- bis 39-Jährigen. Reisch führt das darauf zurück, dass unter 50-Jährige durch die Reduktion des Armeebestandes weniger Kontakt zur Armeewaffe hatten als die Generation vor ihnen.
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Alle 657 Kommentare





























Komische Statistik..
Kann mir ja jemand einen Tipp geben, wie diese Statistik zu deuten ist ? 17% aller Suizide mit Schusswaffen 3.4% aller Suizide mit Faustfeuerwaffen (20% von 17%) 0.136% aller Suizide mit dem Sturmgewehr (4% von 20% von 17%) 0.68% mit Sturmgewehr, falls sich die 4% nur auf die 17% beziehen ? Aber nach dieser Statistik passieren im schlimmst anzunehmenden Fall weniger als 1% aller Suizide mit einem Sturmgewehr ?! Und deswegen - und wegen den 3.4% (alle Faustfeuerwaffen) jetzt diese Diskussion.. man müsse mit einem Verbot die Suizidrate senken ?!
Theater mit Prozentrechnung
Doe genannte Abbildung oben zeigt, dass 12% der 17% Suizide mit nicht erworbenen Schusswaffen erfolgten. 12% von 17% = 2.04%. Warum eigentlich das Theater? Wer sich selbst oder andere beseitigen will der tut es. Mit oder ohne legale Schusswaffen.
steuern sparen im grossen stil
am besten wäre es die armee ganz abzuschaffen. mit diesen milliarden könnte man viel gutes tun. zb. IV sanieren,entwicklungshilfe ausbauen,kleinbauern unterstützen und noch viel mehr. als steuerzahler aus einem geber kanton würde ich mich dann nicht mehr so gelinkt fühlen .
nebenschauplätze haben nichts mit dem thema zu tun
die gegner der waffeninitiative verweisen gerne auf nebenschauplätze und reden gern am eigentlichen thema vorbei. denkt einmal an die polizisten ,rettungsleute und an diejenigen, die das alles sehen müssen.das sind alles auch menschen mit gefühlen.also der tot durch waffen ist keine saubere sache.EXIT ist der einzige gangbare weg,wenn jemand nicht mehrleben möchte. darum ja stimmen.waffen sind zum töten da.