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25. Januar 2008 16:01; Akt: 25.01.2008 16:02 Print
WEF: Mehrere Kleinflugzeuge drangen in Luftraum ein
In den vergangenen Tagen ist der wegen des Weltwirtschaftsforums (WEF) gesperrte Luftraum im Grossraum Davos mehrmals verletzt worden.
In der Schweiz musste einmal interveniert werden, die österreichische Armee meldete gar sieben Vorfälle. Eine Gefahr für die WEF-Teilnehmer bestand offenbar nicht.
Bis am Freitagmittag kam es während des WEF in der Schweiz zu einer Verletzung des Luftraums, wie Stefan Hofer, Kommunikationschef im Führungsstab der Armee, auf Anfrage der AP sagte. Fünf weitere Vorfälle seien während der Vorbereitungen verzeichnet worden, als das WEF noch nicht begonnen hatte, der Luftraum aber schon gesperrt war. Eine Gefahr bestand laut Hofer in keinem Fall. Vielmehr hätten sich die Piloten vor ihrem Flug nicht genügend vorbereitet. Die Luftwaffe habe mit ihnen Kontakt aufgenommen und sie aus dem gesperrten Luftraum gewiesen. Es sei nun am Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL), die Details und allfällige Folgen für die Piloten weiter abzuklären.
Wegen der Nähe von Davos zu Österreich wird während des WEF auch der Luftraum über Vorarlberg verstärkt überwacht. Die österreichische Armee intervenierte seit Beginn des Grossanlasses insgesamt sieben Mal, wie das Bundesministerium für Landesverteidigung mitteilte. Am (vergangenen) Mittwoch flogen drei Kleinflugzeuge mit deutschen Kennzeichnen unerlaubt in das Flugbeschränkungsgebiet, am (gestrigen) Donnerstag waren es ein Helikopter und zwei Kleinflugzeuge aus Deutschland sowie ein Kleinflugzeug aus der Schweiz. Die Flugzeuge wurden von PC7 und Helikoptern abgefangen und aus dem gesperrten Bereich eskortiert. Dies geschah laut Mitteilung jeweils in relativ geringer Höhe. Für den österreichischen Verteidigungsminister Norbert Darabos zeigten die Einsätze auch im Hinblick auf die Euro 08, wie gut die Zusammenarbeit in der Luftraumüberwachung zwischen der Schweiz und Österreich funktioniere.
Hofer zog insgesamt eine sehr gute Zwischenbilanz des Armee-Einsatzes am WEF. Auch am Boden sei es zu keinen grösseren Zwischenfällen gekommen. «Wir sind zufrieden und der Auftraggeber, der Kanton Graubünden, auch», sagte Hofer. Gemäss Parlamentsbeschluss können vom 14. bis zum 28. Januar maximal 5.000 Armeeangehörige für das WEF eingesetzt werden. Dazu kommen im Vorfeld und danach die Auf- und Abbauarbeiten. Laut dem Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) verursacht der Einsatz gegenüber den normalen Wiederholungskursen Mehrkosten von rund zwei Millionen Franken. Im vergangenen Jahr waren durchschnittlich 3.400 Soldaten pro Tag im Einsatz gewesen.
(sda)


























