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20 Jahre Mauerfall
30. Oktober 2009 11:10; Akt: 30.10.2009 11:47 Print
Erich Honeckers Witwe feiert 60 Jahre DDR
Sie bleibt unbelehrbar: Ein im Internet kursierendes Video zeigt Erich Honeckers Witwe Margot, wie sie im selbst gewählten Exil in Chile den 60. Jahrestag der DDR feiert.
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Damals in der DDR
Das Video wurde offenbar am 7. Oktober aufgenommen, dem 60. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik. Margot Honecker singt in einer Wohnung in Santiago de Chile alte DDR-Lieder und ergeht sich in Ostalgie zusammen mit Freunden, bei denen es sich vorwiegend um Chilenen handeln soll, die nach dem Militärputsch gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende 1973 Asyl in der DDR erhalten hatten.
Als Gegenleistung durften sich Erich und Margot Honecker 1992 in Santiago niederlassen, wo ihre mit einem Chilenen verheiratete Tochter lebt. Der ehemalige Staatsratsvorsitzende, der die DDR von 1971 bis 1989 mit eiserner Hand regiert hatte, starb 1994. Seine Witwe hält auch mit 82 Jahren unbeugsam an ihren Überzeugungen fest: In einer Rede vor einer DDR-Fahne erinnert sich Margot Honecker wehmütig daran, dass sie vor 60 Jahren mit 22 die jüngste Abgeordnete der Volkskammer war.
Ihren Genossen macht sie Mut: «50 Prozent der Ostdeutschen sagen: Wir leben schlechter im Kapitalismus. Wir haben eine schöne Zeit gehabt in unserer DDR.» Mehr und mehr und mehr würden sie die Menschen darauf besinnen, was sie gehabt haben in der Deutschen Demokratischen Republik. Es gebe in Deutschland eine linke Partei, die es bei den Wahlen geschafft habe, fast 12 Prozent der Stimmen zu kriegen. «Das sind zwei Millionen Stimmen mehr als bei der letzten Wahl.»
Dabei war Margot Honecker einst eine der meistgehassten Personen der DDR. Als Ministerin für Volksbildung erhielt sie den zweideutigen Übernamen «Miss Bildung», und wegen ihrer extravaganten Haartönung wurde sie als «lila Hexe» bezeichnet.
(pbl)


























