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04. November 2009 16:49; Akt: 13.08.2011 06:34 Print

Als die Mauer fielAls die Mauer fiel

Mit dem Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 fiel auch die DDR und die Nachkriegsordnung in Europa. Bilder eines wahrhaft historischen Moments.

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Mit Wunderkerzen in den Händen freuen sich die Menschen auf der Berliner Mauer über die Öffnung der deutsch-deutschen Grenze. Ein West-Berliner reicht ostdeutschen Grenzbeamten die Hand — doch die stehen der Sache noch skeptisch gegenüber. Tausende Ostler strömen noch in der Nacht zu den Grenzen, die nach und nach geöffnet werden. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 besuchen etwa 50 000 DDR-Bürger West-Berlin. Noch nie war es so leicht und gefahrlos für die DDR-Bürger, die ungeliebte Masuer zu überwinden, wie in dieser Nacht. West-Berliner (r.) helfen tatkräftig mit. Die Grenzpolizisten und -Soldaten der DDR sind von dem Ansturm überrascht und überfordert. Unter dem Druck der euphorischen Masse geben sie schliesslich nach und öffnen die Grenze. Dass die überraschten Grenzposten nicht schossen und alles friedlich blieb, empfanden viele als Wunder. Menschenmassen besetzen die Mauer vor dem Brandenburger Tor im Zentrum von Berlin. Aus dieser Forderung wird bald Realität: Am 3. Oktober 1990, nicht einmal ein Jahr nach dem Mauerfall, findet die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten statt. Jubel am Grenzübergang. Die DDR-Bürger übernahmen an jenem 9. November die Macht auf der Strasse. Ostdeutsche Grenzbeamte trotzen mit einem westlichen Regenschirm dem Regen. Was noch in der Nacht zuvor undenkbar — und lebensgefährlich — war, wird nun in aller Öffentlichkeit gemacht: ... ... Die Mauer wird demontiert. Alle Mittel werden dabei eingesetzt. Zwei Jungen präsentieren stolz ihre Mauertrophäen. Bald klaffen Lücken in dem verhassten Bauwerk. Nicht alle scheinen gleichermassen begeistert zu sein ... Am 10. November lassen die ostdeutschen Behörden weitere Breschen als improviserte Grenzübergänge in die Mauer schlagen. Auch am 10. November sammeln sich riesige Menschenmengen, hier vor dem Reichstagsgebäude. Trabis wagen sich nach Westen. Es scheint, als wolle die ganze DDR zugleich den Westen besichtigen. Egal, ob per Auto oder ... ... zu Fuss. Endlich ist die Grenze weg. Am 11. November stehen ostdeutsche Grenzer auf der Mauer, nachdem sie die feiernden Berliner von dem Bauwerk vertrieben haben. Gemeinsamer «Ost-West-Sonntagsspaziergang» am 12. November auf dem Berliner Kurfürstendamm. DDR-Bürger stehen am 13. November vor einer Bank in Westberlin an, um ihr Begrüssungsgeld in Empfang zu nehmen. Bald wird in Westberlin das Geld knapp – die Landeszentralbank lässt tonnenweise Geldscheine einfliegen.

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