29. Mai 2009 13:41; Akt: 29.05.2009 14:08 Print

Der Fall der DiktatorenDer Fall der Diktatoren

Am 4. Juni 1989 fanden die ersten halbfreien Wahlen in Polen statt, die mit einer herben Niederlage der Kommunisten endeten und die Wende einläuteten. Ein Überblick, wie der Wechsel in den Ostblockländern vonstatten ging.

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Am 4. Juni 1989 fanden die ersten halbfreien Wahlen in statt, die die Wende in Osteuropa einläuteten: In Polen bildete die Gewerkschaft Solidarnosc eine Koalitionsregierung mit der kommunistischen PVAP. Der alte starke Mann, General Jaruzelski (Bild), blieb Staatspräsident, trat aber Ende 1990 zurück. Nachdem die Sozialistische Arbeiterpartei in bereits im Januar 1989 auf ihre Führungsrolle in Staat und Gesellschaft verzichtete hatte, erfolgte der Systemwechsel in Ungarn unter Ministerpräsident Karoly Grosz friedlich und schnell. Am 23. Oktober 1989 wurde die Republik Ungarn ausgerufen. In der trat Staats- und Parteichef Erich Honecker am 18. Oktober 1989, angesichts der Massenauswanderung über die «Grüne Grenze» und immer grösseren Demonstrationen, schliesslich zurück. In regierte seit Jahrzehnten Todor Schiwkoff als Parteichef und Vorsitzender des Staatsrates. Unter dem Eindruck der Wende in den Nachbarstaaten wurde er im November 1989 gestürzt. In der wurde die 14-köpfige Parteiführung um Milos Jakes am 24. November 1989 vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei einfach gefeuert. So radikal war die alte Garde nirgendwo ausgewechselt worden. In wurde die Partei- und Staatsführung am 22. Dezember 1989 vertrieben. Drei Tage später wurden Nicolae Ceausescu und seine Frau von einem Militärgericht wegen Völkermords zum Tode verurteilt und erschossen. Als Nachzügler kam die 1991: Nach dem Putsch einiger konservativer Kommunisten am 19. August trat Michail Gorbatschow als Generalsekretär der Kommunistischen Partei zurück.

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