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20 Jahre Mauerfall
09. November 2009 15:36; Akt: 09.11.2009 15:45 Print
Merkel spaziert mit Gorbatschow und Walesa
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zur Erinnerung an den Mauerfall vor 20 Jahren zusammen mit dem ehemaligen sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow und dem früheren polnischen Gewerkschaftsführer Lech Walesa über die sogenannte Bösebrücke an der Bornholmer Strasse in Berlin gegangen.
Im dichten Gedränge wurde sie beim symbolischen Spaziergang am Montag auch von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit und ehemaligen DDR-Bürgerrechtlern begleitet.
Gorbatschow, Walesa und Merkel
Der Grenz-Kontrollpunkt an der Bornholmer Strasse war am Abend des 9. November 1989 der erste, über den die Menschen aus Ost-Berlin in den Westen stürmten.
Viele Bürgerrechtler
Zum Mauerfall-Jubiläum waren auch viele frühere Bürgerrechtler an den symbolträchtigen Ort gekommen. Zu ihnen gehörten der langjährige Beauftragte für die Stasi-Unterlagen, Joachim Gauck, seine Nachfolgerin Marianne Birthler und der Sänger Wolf Biermann.
Die Kanzlerin verbindet mit der früheren Grenzbrücke zwischen den damaligen Berliner Bezirken Prenzlauer Berg im Osten und Wedding im Westen auch persönliche Erinnerungen: Merkel war vor 20 Jahren selbst über den Grenzübergang am S-Bahnhof Bornholmer Strasse in den Westen gegangen.
Gorbatschow ruft zum Kampf auf
Am 20. Jahrestag des Mauerfalls hat der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow zum weltweiten Kampf für Freiheit und gegen Unterdrückung aufgerufen. «Es gibt immer neue Trennlinien in der Welt - dem muss man sich entgegenstellen», sagte der Friedensnobelpreisträger am Montag auf einer Pressekonferenz in Berlin.
Darüber hinaus forderte Gorbatschow die EU auf, sich um eine freundlichere Beziehung zu Russland zu bemühen. Eine starke EU könne nicht «auf der Basis der antirussischen Stimmung zustande kommen», sagte er.
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) wies auf das «Fest der Freiheit» hin, dass am Abend am Brandenburger Tor stattfinden sollte: «Ich freue mich, dass die Feierlichkeiten in der ganzen Welt Beachtung finden», sagte er. Ein derartig grosses internationales Interesse habe sich niemand vorstellen können. Muhammad Yunus, Friedensnobelpreisträger aus Bangladesch, bezeichnete das Fest als «Feier der Hoffnung und des Friedens».
Ab 19 Uhr findet das «Fest der Freiheit» statt. An der Feier werden zahlreiche Staatsgäste teilnehmen, darunter Nicolas Sarkozy, Hilary Clinton, Dimitri Medwedew und Gordon Brown.
(sda)




























