Offizielle Nominierung

02. Februar 2011 10:06; Akt: 02.02.2011 10:38 Print

Friedens-Nobelpreis für Wikileaks?

Wikileaks könnte auf den chinesischen Menschenrechtler Liu Xiaobo folgen: Ein norwegischer Parlamentarier nominierte das Enthüllungsportal offiziell für den Friedensnobelpreis.

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Bald Friedensnobelpreisträger? Julian Assange und sein Enthüllungsportal Wikileaks. (Bild: Keystone)

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Wikileaks gehört zu den Kandidaten für den diesjährigen Friedensnobelpreis. Wie die Nachrichtenagentur NTB am Mittwoch meldete, hat der Osloer Parlamentsabgeordnete Snorre Valen das Enthüllungsportal offiziell beim Nobelinstitut vorgeschlagen.

Der Linkssozialist sagte zur Begründung, Wikileaks sei «einer der wichtigsten Beiträge dieses Jahrhunderts zu Meinungsfreiheit und Transparenz». Als jüngstes Beispiel verwies der Norweger auf die Enthüllung der persönlichen Bereicherung des tunesischen Ex- Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali. Dies habe zum Ende einer knapp 25 Jahre währenden Diktatur beigetragen.

«Wikileaks hat mit seinen Publikationen Korruption, Rechtsbrüche durch Regierungen und Unternehmen und vor allem auch gesetzwidrige Überwachung, Kriegsverbrechen und Folter durch eine Reihe von Staaten enthüllt», erklärte Valen.

Die Nominierungsfrist für den Friedensnobelpreis läuft jedes Jahr am 1. Februar ab. Das Osloer Komitee gibt seine Entscheidung im Oktober bekannt. Im letzten Jahr wurde der inhaftierte chinesische Menschenrechtler Liu Xiaobo ausgezeichnet. Der Preis ist mit zehn Millionen schwedischen Kronen (1,46 Mio Franken) dotiert.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • David K. am 02.02.2011 11:46 Report Diesen Beitrag melden

    Privat

    Durch die (sehr privaten) provokativen Äusserungen der USA, welche durch Wikileaks veröffentlicht wurden, hätte es ohne die erstaunlich guten Reaktionen der betroffenen Länder ohne weiteres zu einem Krieg führen können. Das einzige was Wikileaks gemacht hat ist die wahre Meinung der USA gegenüber anderen Staaten zu veröffentliche. So stellen sie sich vor, sie müssten jeder Person mit der sie sprechen ihre wahre Meinung über sie sagen. Ich denke das käme nicht all zu gut, oder?

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  • Patsie am 03.02.2011 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Ich fände dies super, es bräuchte mehr Menschen wie Julian Assange.

  • DidiK am 02.02.2011 12:32 Report Diesen Beitrag melden

    Nobelpreis für Unruhestiftung

    Man nehme eine Plattform, welche die Menschheit gegeneinander aufstachelt und Informationen kommuniziert, welche zwar Tatsachen sind aber dem gemeinsamen miteinander auskommen nicht hilfreich ist (im Gegenteil) und verleihe dieser dann den Friedensnobelpreis! Das geht schlichtweg unter Petzerei. Bisher habe ich hinter dem Friedensnobelpreis was anderes vermutet....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Patsie am 03.02.2011 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Ich fände dies super, es bräuchte mehr Menschen wie Julian Assange.

  • Felix am 02.02.2011 19:18 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Helden-Tat / Kein Nobel-Preis

    so enfach ist die Sache.

  • Päde S..... am 02.02.2011 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    lachhaft

    Der Friedensnobelpreis wird immer mehr zur Lachnummer ..... bei allen anderen Nobelpreisen muss man was geleistet haben, hier muss man offenbar nur im Gespräch und bekannt sein!

  • JK am 02.02.2011 13:44 Report Diesen Beitrag melden

    Weiter so!

    Ich finds super! Wikileaks setzt sich dafür ein, dass die Menschen wissen in was für einer Welt sie leben.. Nur die Augen verschliessen nützt nichts! Und wenn uns Bürgern der Staat vorschreiben kann was wir zu tun und zu lassen haben und uns bei Verstössen auch noch diverse Bussen etc. gibt, ist es nur fair, wenn auch wir wissen was die Regierung falsch macht..

  • Alfred Nadelp am 02.02.2011 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn nicht wäre es eine Überraschung...

    ja hoffentlich auch! für das ist der friedensNOBEL-preis ja auch gedacht.