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Elektronischer Briefkasten
13. Dezember 2010 13:33; Akt: 13.12.2010 13:45 Print
Openleaks – das «bessere» Wikileaks?
von Peter Blunschi - Die Zukunft von Wikileaks scheint ungewiss. Die Idee aber lebt weiter: Ehemalige Mitarbeiter der Organisation lancieren eine neue Plattform.
Ex-Wikileaks-Sprecher Daniel Domscheit-Berg steht hinter dem neuen Projekt Openleaks. (Bild: Keystone/Markus Schreiber)
Wie es nach der Verhaftung von Julian Assange mit Wikileaks weitergeht, ist unklar. Der Isländer Kristinn Hrafnsson agiert als neuer Frontmann, doch Insider sprechen von einem «Chaos», weil Assange die Organisation faktisch im Alleingang geführt habe. Ob Wikileaks die Turbulenzen um dem umstrittenen Gründer überleben wird, ist alles andere als sicher. Allerdings ist bereits eine neue Whistleblower-Plattform in den Startlöchern.
Bildstrecken Wikileaks und Vendetta-MaskenDer Wikileaks-BunkerWie tickt Julian Assange? Video
«Wir werden den Plan durchziehen»
Gegründet wurde Openleaks von ehemaligen Wikileaks-Mitarbeitern, die sich im Streit über Assanges selbstherrlichen Führungsstil von der Organisation getrennt hatten. Wikileaks sei «zu sehr auf eine Person fokussiert gewesen, und eine Person ist immer schwächer als eine Organisation», sagte der 32-jährige Deutsche Daniel Domscheit-Berg laut CNN am Sonntag in einer Dokumentation des schwedischen Fernsehsenders SVT. Der ehemalige Wikileaks-Sprecher hat das neue Projekt zusammen mit dem 25-jährigen Isländer Herbert Snorrason lanciert.
Ein elektronischer Briefkasten
In zwei Punkten soll sich Openleaks fundamental von Wikileaks unterscheiden. Anders als Julian Assange, der auf die USA fixiert gewesen sei, verpflichte man sich zu politischer Neutralität, sagte Domscheit-Berg. Ausserdem wolle man nicht selber Dokumente veröffentlichen, sondern als «eine Art elektronischer Briefkasten» fungieren, erklärte Mitstreiter Snorrason in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung». In diesen Briefkasten könne «jeder brisante Dokumente werfen und selbst bestimmen, wer die Papiere bekommen soll».
Man wolle mit verschiedenen Organisationen zusammenarbeiten, die als Empfänger in Frage kämen, erklärte der Isländer. Das könnten Zeitungen, Menschenrechtsgruppen, Gewerkschaften, aber auch Regierungen sein: «Beamte könnten innerhalb ihrer Behörde Papiere hochladen, um auf Missstände aufmerksam zu machen», so Snorrason. Das Prinzip von Openleaks delegiert die Verantwortung an die Empfänger, sie müssten die Fakten checken und entscheiden, was zur Veröffentlichung bestimmt ist und was nicht.
Die Partner sollen monatlich zwischen 200 und 500 Euro zahlen - je nach Grösse und Finanzkraft. Darüber hinaus setzt Openleaks auf Spenden. Den Finanzbedarf bezifferte Snorrason auf «mehr als
WAZ-Gruppe startet eigenes Portal
Gemäss Medienberichten soll Openleaks bereits am Montag online gehen, in der «Süddeutschen Zeitung» ist die Rede von «dieser Woche». Bereits gestartet hat die deutsche WAZ-Mediengruppe eine anonymisierte Upload-Seite nach dem Vorbild von Wikileaks. Damit hat erstmals ein «klassisches» Medium einen Kanal für anonymen Datenupload eingerichtet, ohne Umweg über Plattformen wie Wikileaks und Openleaks.
Der zuständige Ressortleiter Daniel Schraven betonte gegenüber «meedia.de», der Upload erfolge vollständig verschlüsselt und die Datenverbindungen könnten als abhörsicher gelten. Gleichzeitig äusserte er einen ersten Wunsch: Er möchte Internas erhalten zur Loveparade-Katastrophe in Duisburg. «Da gibt es Dokumente aus der Polizei und aus dem Innenministerium, die meiner Ansicht nach an die Öffentlichkeit gehören.»
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Alle 14 Kommentare






























Die Warheit über EU & CO.
und Wenn die Demokratie uns am Herzen liegt darf die Schweiz NIEMALS der EU beitreten.
Nur eines ist wichtig...
Eines ist wichtig, die Philosophie entscheidend: "Eine Demokratie braucht 2 Dinge: Den gläsernen, vom Bürger kontrollierten Staat und die Privatsphäre des Bürgers."
gut oder schlecht...
öffentliche Plattformen wie WL braucht es auf jedenfall, nur so können die Menschen auf dieser Welt endlich erkennen, mit welchen Machenschaften sich Politiker und Wirtschaftsführer an die Macht hieven und dort halten. Nur so, kann die Menschheit ihre rosa Brille weg legen und den ganzen Schmutz der korrupten Menschheit erkennen und ev. daraus ihre Lehren ziehen. Wesshalb soll dem Volk z. B. nicht bekannt sein, dass Oberlobbyist Blocher, mit seinem Millionen Vermögen Abstimmungs-u. Wahlkampf betreibt und somit das Volk manipuliert und hörig macht. Dies macht er sicher nicht ohne unternehmerische Hintergründe. Und so glaubt das Volk bis zum heutigen Tag wirklich, dass Blocher nur Gutes will fürs Volk. Dabei will er nur das Bester fürs eigene Bankkonto.
mimimimi
Was Blocher mit SEINEM Geld macht, bleibt ihm überlassen. Dieses ewige Geheule von links geht mir langsam so richtig auf den Keks. Die SVP muss Geld für ihre Kampagnen ausgeben, die SP nicht. Die ganze Medienlandschaft (mit wenigen Ausnahmen) ist linksorientiert. Das bedeutet, dass die SP gar kein Geld für Werbung braucht. Die haben Gratiswerbung in Form von Zeitungsartikeln. Ist schon komisch wie nur Blocher Hintergedanken hat, die SPler aber nicht. Danke Adi, du hast mir die Augen geöffnet!!111