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Neonazis benutzen Ylenia als Demo-Vorwand

Über 100 Rechtsextreme missbrauchten die getötete Ylenia für ihre politischen Zwecke: Sie haben sich heute Mittag in Appenzell zu einer unbewilligten Demonstration gegen Kinderschänder getroffen. Die Kundgebung verlief friedlich. Für die ermordete Ylenia wurden Blumen niedergelegt.

(Bild: Gaudenz Looser/20Minuten)
(Bild: Gaudenz Looser/20Minuten)
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Der Bezirksrat Appenzell hatte am 19. September die Bewilligung für die Demonstration widerrufen, da «auf mehreren, offenbar rechtsextremen Internetseiten zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen wurde». Ausschreitungen wurden befürchtet.

Die Rechtsextremen versammelten sich auf dem Brauereiparkplatz in Appenzell; unweit des Ortes, wo am 31. Juli die fünfeinhalbjährige Ylenia entführt worden war. Nach einer kurzen Ansprache legten die Demonstranten zum Gedenken an das ermordete Mädchen Blumen beim Hallenbad Appenzell nieder.

Die Innerrhoder Polizei hatte sich auf gewaltbereite Demonstranten eingestellt. «Von einer Demonstration kann nicht die Rede sein», erklärte Roland Koster, Mediensprecher der Innerrhoder Kantonspolizei gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Es sei eher ein «Gedenkmarsch» gewesen.

(sda)
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