Eisblock-Audi

07. Februar 2012 12:45; Akt: 07.02.2012 17:10 Print

«Dem, der mein Auto klauen will: Viel Glück!»«Dem, der mein Auto klauen will: Viel Glück!»

von Antonio Fumagalli - Jean-Christophe ist der Besitzer eines der berühmtesten Autos der Schweiz. Damit fahren kann er allerdings noch länger nicht – es steckt unter einer zentimeterdicken Eisschicht.

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Wer in Genf vergisst, sein Auto abzuschliessen und es dann mehrere Tage stehen lässt, wird normalerweise nervös. Nicht so Jean-Christophe. Sein Audi Kombi ist auch ohne mechanische Blockade derzeit besser verriegelt, als es ihm lieb ist – unter einer mittlerweile mehreren Zentimeter dicken Eisschicht. «Demjenigen, der versucht, mein Auto zu klauen, kann ich nur viel Glück wünschen», sagt der Zahntechniker aus einem Genfer Vorort.

Das Missgeschick geschah am Freitagabend: Jean-Christophe will ans Geburtstagsfest eines Freundes und erwischt an der Seepromenade von Versoix gerade noch den letzten freien Parkplatz. «Damals dachte ich noch: Glück gehabt!» Doch als er drei, vier Stunden später nach Hause fahren will, wird ihm bewusst, dass daran nicht zu denken ist. Das vom Wind aufgepeitschte Seewasser hat bereits eine feine Eisschicht um sein Auto gelegt, die Reifen sind am Boden festgefroren. Dem Besitzer bleibt nicht viel anderes übrig, als mit dem Taxi heimzukehren.

Am nächsten Morgen ruft Jean-Christophe die Polizei an. Diese richtet ihm aus, dass er nicht viel tun könne – ausser auf wärmeres Wetter zu warten. Doch dieses zeichnet sich nicht ab, der bemitleidenswerte Auto-Besitzer muss wohl noch Wochen auf seinen Audi verzichten. Auch ein Abschleppdienst kommt nicht in Frage: «So wie die Räder am Boden festsitzen, würde man grossen Schaden anrichten», sagt er. Mit Schäden durch Eis und Kälte rechnet er aber ohnehin – und hofft, dass nicht noch Bussgeld für überlanges Parkieren hinzukommt. Patrick Malek-Asghar, Gemeindevorsteher von Versoix, kann ihn beruhigen: «Wir werden kulant sein. Man kann ja nicht mal einen Zettel hinter den Scheibenwischer stecken», sagt er gegenüber dem Schweizer Fernsehen.

Auto als Touristenattraktion

Jean-Christophe geht seinen Eisblock, pardon, sein Auto regelmässig «besuchen» – und ist dabei bei weitem nicht der Einzige: «Es ist eine richtige Touristenattraktion, viele Leute kommen hin, um ein Foto zu schiessen», sagt er. An Sujets fehlt es ihnen nicht, gleich nebenan stehen noch zwei weitere Frost-Autos. Deren Besitzer müssen eines Tages womöglich noch mehr Aufwand betreiben, um ihren Wagen wieder abzuholen: Einer hat französische, der andere portugiesische Nummernschilder.

Mithilfe des elektronischen Schlüssels hat Jean-Christophe sein Auto nun doch noch abgeschlossen, man weiss ja nie. Und dank des Zweitwagens der Familie muss er auch nicht auf den öffentlichen Verkehr umsteigen. Der geplante Wochenend-Ausflug in die Berge fiel allerdings ins Wasser: Die Skiausrüstung ist in der Dachbox.



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  • Hans Ueli am 09.02.2012 08:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweissanlage

    Mit der schweissanlage rund herum wärmen

  • Erwin Schürch am 09.02.2012 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Elektroheizung

    So was ähnliches ist mir in Norwegen passiert. Ich legte einen Elektro-Radiator unter das Auto und am Morgen konnte ich mit Stollen-Ketten wieder wegfahren.

  • Mattes am 08.02.2012 21:12 Report Diesen Beitrag melden

    .. ist doch einfach ....

    Zelt drüber bauen und Gasheizer reinstellen ....viele Gasheizer