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Schweizer Sahara-Geisel
23. April 2009 20:46; Akt: 23.04.2009 20:52 Print
«Es war sehr schwer»
Die vier in Mali freigelassenen westlichen Geiseln, darunter eine Schweizerin, sind vom malischen Präsidenten Amadou Toumani Touré empfangen worden.
Kurz vorher konnte eine Korrespondentin der Nachrichtenagentur SDA mit der Schweizerin kurz sprechen.
«Es geht mir sehr gut, und ich bin wieder glücklich», sagte die 54-Jährige nach drei Monaten Geiselhaft. «Aber ich warte auf meinen Mann», fügte sie den Tränen nah hinzu. Zur Geiselhaft sagte sie: «Es war sehr schwer.»
Die Schweizerin - offenbar körperlich unversehrt - wurde von drei Diplomaten des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) begleitet. Als sie Präsident Touré vorgestellt wurde, dankte sie diesem und fragte nach Neuigkeiten über ihren Mann, der weiter in der Hand der Geiselnehmer ist.
Präsident sagt Hilfe zu
«Ich glaube, am dringendsten waren sie», antwortete Touré und versicherte ihr, dass die malischen Behörden sich weiter um die Freilassung des Schweizers bemühen würden. «Wir werden ihren Mann nie vergessen», versicherte der Präsident.
Neben der Schweizerin wurden am Mittwoch auch eine 77-jährige Deutsche und zwei kanadische UNO-Diplomaten freigelassen. Die Deutsche stützte sich beim Präsidentenempfang auf eine Krücke. Zudem hatte die Rentnerin eine verbundene Hand.
Nach der Begrüssung ging der Empfang hinter verschlossenen Türen weiter. Im Anschluss war eine kurze Erklärung vor den Medien geplant. Die beiden UNO-Diplomaten hatten bereits vor der Schweizerin und der Deutschen Touré getroffen. Gemäss dem Präsidenten kam die Freilassung der Geiseln in Zusammenarbeit mit dem Nachbarland Burkina Faso zustande.
Noch zwei Geiseln
Neben dem Schweizer ist noch immer ein Brite in Gefangenschaft mutmasslicher islamistischer Terroristen. Zur Geiselnahme bekannt hatte sich der Zweig der Al-Kaida im Maghreb.
Das Schweizer Ehepaar war am 22. Januar zusammen mit der Deutschen und dem Briten im Grenzgebiet zwischen Mali und Niger verschleppt worden. Die beiden Kanadier gerieten schon einen Monat vorher in Gefangenschaft.
Notiz and die Redaktion: folgt mehr
(sda)


























