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Verbotenes Werk
15. Januar 2012 22:55; Akt: 15.01.2012 22:17 Print
«Mein Kampf» bald an Kiosken erhältlich?
Lange war das von Adolf Hitler im Gefängnis geschriebene Buch «Mein Kampf» nicht erhältlich. Nun will ein britischer Verleger das krude antisemitische Machwerk an deutschen Kiosken verkaufen.

Das Cover von Hitlers «Mein Kampf». (Bild: Keystone)
«Es ist längst überfällig, dass eine breite Öffentlichkeit die Möglichkeit bekommt, sich mit dem Originaltext auseinanderzusetzen», so Verleger Peter McGee gegenüber dem «Spiegel». Nun will er Auszüge aus dem 1924 verfassten Werk – die Rede ist von zwei je 15-seitigen Broschüren – im Buchhandel und an Kiosken in Deutschland feilbieten. Diese sollen kritisch kommentiert werden. Bereits 2009 hatte McGee für Kontroversen gesorgt, als er Nazi-Postillen wie den «Völkischen Beobachter» oder «Der Angriff» als Nachdruck veröffentlichte.
Infografik Die schlimmsten DiktatorenDer Zweite WeltkriegDie Körpergrösse politischer PersönlichkeitenDer grosse Widerstand dagegen bleibt aus. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrates deutscher Juden, hofft, dass das Buch auf diese Weise «ein Stück weit entzaubert» werde. Bislang hatte der Freistaat Bayern, der die Rechte am Buch besitzt, einen Neudruck verhindert. Dieser entspreche der Verbreitung verfassungsfeindlicher Propaganda und Volksverhetzung.
Das Buch widerspiegelt Hitlers antisemitische Überzeugungen, seinen Glauben an eine jüdische Weltverschwörung und seine Vision des Nationalsozialismus.
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