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Noch sechs Wochen Winter
02. Februar 2009 15:15; Akt: 02.02.2009 15:58 Print
«Phil» lässt uns weiter zittern
Schlechte Nachrichten von Murmeltier «Phil»: Es bleibt frostig in den USA - zumindest wenn man dem traditionell am 2. Februar befragten Murmeltier in einem Wäldchen bei Punxsutawney glaubt.
Bestaunt von Zehntausenden Menschen wurde Phil am Montag, dem «Groundhog Day» (Murmeltiertag) aus seinem Winterquartier gelockt - und sah seinen Schatten im Sonnenlicht. Der Tradition zufolge ist das ein klares Zeichen dafür, dass der Winter noch mindestens bis Mitte März anhält. Geschieht dies nicht, dürfen die Bürger hoffen, dass die Temperaturen bald nach dem Auftritt des Tieres ansteigen.
Die Zeremonie wird schon seit 1887 praktiziert und hat sich mittlerweile zu einem Tourismus-Magneten für den kleinen Ort entwickelt:
Legende der Ureinwohner
Nach Vermutungen von Brauchtums-Forschern geht die Tradition auf eine Verschmelzung von Legenden amerikanischer Ureinwohner und deutscher Siedler zurück. Danach glaubte ein seinerzeit in Punxsutawney lebender Indianerstamm, dass seine Vorfahren Murmeltiere waren.
Langes Warten auf Zeremonie
Das Heer der Zuschauer hatte schon lange wacker in der Kälte gewartet, als es bei Sonnenaufgang am Montag kurz dann 7.30 Uhr Ortszeit wieder so weit war. Der «Führungszirkel» des «Groundhog- Clubs» - 15 Männer in Frack und Zylinder - zog feierlich in das Wäldchen Gobbler's Knob.
Einer von ihnen klopfte an den Baumstamm und holte «Phil» ans Tageslicht. Danach wurde das Murmeltier nach seinen «Erkenntnissen» befragt und das Ergebnis offiziell verkündet. Phil irre sich nie, schwört der «Groundhog»-Club, und niemand wagt dies zu bezweifeln. Auch das ist Teil der Tradition.
(sda)

























