Machu Picchu

27. Januar 2010 17:58; Akt: 27.01.2010 18:09 Print

«Rund ein Dutzend» Schweizer blockiert«Rund ein Dutzend» Schweizer blockiert

Wegen heftiger Regenfälle kommt die Rettung von mehr als 2500 Touristen - darunter auch Schweizer - nahe der alten Inka-Stadt Machu Picchu in Peru nur langsam in Gang. Bisher wurden erst 125 der blockierten Touristen mit Helikoptern ausgeflogen.

storybild

Wenige Touristen konnten bereits ausgeflogen werden. (Bild: Reuters)

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema
Fehler gesehen?
Fehler beheben!
Senden

Nach heftigen Regenfällen und Erdrutschen ist der Ort Aguas Calientes in der Nähe der berühmten Ruinenstadt unzugänglich. Die einzige Bahnverbindung ist blockiert, der Inka-Wanderpfad ist nach dem Tod einer 23-jährigen Argentinierin und eines peruanischen Führers seit Montag gesperrt.

Insgesamt kamen bislang sieben Menschen durch Erdrutsche und Überschwemmungen ums Leben, darunter eine Mutter und ihr Kind, deren Haus in der Provinzhauptstadt Cusco in Folge der Unwetter einstürzte.

Rund 1900 Touristen aus Europa, den USA und Lateinamerika sassen am Dienstag immer noch in Aguas Calientes fest. 670 weitere waren nach Behördenangaben auf dem gesperrten Inka-Pfad blockiert.

Ein Dutzend Schweizer

Unter den Eingeschlossenen seien auch Schweizerinnen und Schweizer, sagte Nadine Olivieri, Sprecherin des Eidg. Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA), am Mittwoch auf Anfrage.

«Rund ein Dutzend» Schweizer Bürger hätten sich bei der Botschaft in Lima gemeldet. Zudem sei nicht ausgeschlossen, dass weitere blockiert seien, jedoch keinen Kontakt mit der Schweizer Vertretung aufgenommen hätten, sagte Olivieri.

Die Botschaft stehe in Kontakt mit den peruanischen Behörden und mit anderen Botschaften, um Möglichkeiten zur Evakuation zu erörtern. Die Helikopter brächten jedoch vorrangig betagte Menschen, Schwangere und Kinder in Sicherheit, betonte die EDA-Sprecherin.

Flüge immer wieder unterbrochen

Die peruanische Regierung entsandte sechs Helikopter, die USA unterstützten die Luftbrücke mit vier weiteren Maschinen. Wegen anhaltender Unwetter mussten die Flüge immer wieder unterbrochen werden.

Bis zu ihrem Abflug blieben die betroffenen Touristen in Hotels, Pensionen und im Bahnhof von Aguas Calientes, erklärte Tourismusminister Martín Pérez. Die Lebensmittelvorräte in dem Ort reichten für Touristen und Einwohner noch drei bis vier Tage.

Den Überschwemmungen waren die schwersten Regenfälle in der Region seit 15 Jahren vorangegangen. Rund 13 000 Menschen verloren laut dem peruanischen Zivilschutz ihr Hab und Gut. Über die Andenregion Cusco wurde für 60 Tage der Notstand verhängt. Die Regierung schickte nach eigenen Angaben 22 Tonnen Hilfsgüter sowie 1000 Zelte.

(sda)