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Sekte in der Krise?
03. Juli 2011 21:55; Akt: 03.07.2011 21:56 Print
«Scientology pfeift aus dem letzten Loch»
Scientology hat in der Schweiz grosse Schwierigkeiten und kaum mehr Mitglieder, sind sich Experten einig. Eine Sprecherin der Sekte hält die Behauptungen für «völlig absurd».

Ehrenamtliche Mitglieder von Scientology packen ihre Ware nach einer Veranstaltung in Zürich 2007 zusammen. (Bild: Keystone/Alessandro Della Bella)
Religionswissenschafter und Sektenexperte Georg Otto Schmid ist sich sicher: «Scientology schrumpft kontinuierlich, und ich könnte mir vorstellen, dass es diese Sekte in der Schweiz in einigen Jahren nicht mehr geben wird», sagte er in der Zeitung «Der Sonntag». Im Jahr 1990 habe die Sekte in der Schweiz etwa 3000 Mitglieder gehabt. Jetzt, so schätzt Schmid, sei die Zahl auf 1000 aktive Mitglieder geschrumpft.
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Schmid ist mit seinem Urteil nicht allein. Sektenbeobachter Christian Ruch glaubt, dass es «diese Sekte kaum mehr schafft, neue Mitglieder zu finden.» Ein Indiz ist für Ruch die Arbeit der Sektenmitglieder auf der Strasse. Wenn er sehe, wie schlecht geschult die Leute seien, die für die Mitgliedersuche unterwegs sind, «dann ist das für mich ein Zeichen dafür, dass Scientology aus dem letzten Loch pfeift», sagte der deutsche Sektenexperte, der in der Schweiz lebt, dem «Sonntag». Gemäss Ruch hat Scientology in der Schweiz derzeit «ganz grosse Schwierigkeiten».
Scientology spricht von 5000 Mitgliedern
Scientology-Sprecherin Annette Klug hält diese Aussagen für «völlig absurd». Ein Mitgliederschwund finde nicht statt. «Alleine in Zürich hatten wir vor ein paar Wochen eine Veranstaltung der lokalen Kirche für die Scientologen aus der Umgebung, an der mehr als 500 Personen teilnahmen», sagte sie. Gemäss Klug finde in der Schweiz sogar eine leichte Expansion statt, wenn auch nicht so stark wie in anderen Ländern. «Passiv- und Aktivmitglieder gibt es in der Schweiz zirka 5000.»
Dass Scientology hierzulande «mit grossen Schwierigkeiten» kämpft, glaubt jedoch auch Sektenexperte Dieter Sträuli von der Fachstelle Infosekta. «Sie prozessieren viel weniger oft als früher, es scheint ihnen das Geld auszugehen.» Für Annette Klug ist dies aber nur ein Beweis, «dass wir es nicht mehr nötig haben, uns mit rechtlichen Mitteln zu wehren».
(meg)
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Alle 154 Kommentare






























Uneingeschränkter Glaube
wird meistens schamlos ausgenutzt, ob von Religionen, von Politikern oder von Vorgesetzten. Wer selber denkt und gegen den Strom schwimmt, kommt immer in frischeres Wasser und sieht auch klarer.
Das Ende von Scientology
Es ist schwer einzuschätzen ob Scientology wächst oder schrumpft. Es gibt sehr viele Menschen, die das System durchschauen aber auch viele mit weniger starken Charakter fallen hilflos dort hinein. Ich bin Atheist und obwohl ich selbst nicht an Götter oder Sektenglaube festhalte bin ich so offen und sage .. "Hey lasst sie doch glauben was sie wollen solange sie keinem anderen dabei Schaden zufügen." Das ist der Knackpunkt bei Scientology. Sie fügen dem Menschen sogar erheblichen Schaden zu. Daher ist es notwendig, dass Scientology schrumpft und verschwindet.
Endlich verbieten - namhafte Aussteiger
Da hast du absolut recht. Diese als "Kirche" getarnte autoritäre Wirtschafts-Sekte mit eigenem Geheimdienst beutet labile und unschuldige Menschen gnadenlos aus, überwacht sie, erschwert den Ausstieg massiv und lässt sie schlussendlich fallen, wenn sie nichts mehr haben oder bringen können. Jegliche Kritiker sieht sie als böse Feinde und geht unzimperlich gegen diese vor. Diese Sekte gehört längst verboten und vom Nachrichtendienst überwacht. Bravo Deutschland, für Vorreiterrolle im Umgang mit der Sekte! Immer aufschlussreich, wenn namhafte frühere Schlüsselpersonen + Leiter berichten.. :-O
Tür offen
Halten wir die Tür offen für die Aussteiger,wenn keine Geld einflüsst beim Sekten,werde sie von leeren Bühnen stehen und die Mitglieder werfen sie sie raus wie ein altes Turnschuhe.