Mega-Projekt

02. Februar 2010 07:10; Akt: 02.02.2010 07:25 Print

Brasilien baut gigantischen StaudammBrasilien baut gigantischen Staudamm

Das brasilianische Umweltministerium hat grünes Licht gegeben für den Bau des drittgrössten Stausees der Welt. Trotz massiver Kritik von Umweltschützern und Ureinwohnern im Amazonas-Becken.

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Das Projekt am Xingu steht wegen seiner Auswirkung auf die Ureinwohner in der Kritik. (Bild: Keystone)

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Der Stausee Belo Monte, der auf eine Stromleistung von 11 000 Megawatt ausgelegt ist, soll am Xingu, einem Zufluss des Amazonas im Bundesstaat Para entstehen. Die Baukosten werden auf 11 Milliarden Dollar veranschlagt. Noch höhere Leistungen erbringen lediglich der ebenfalls brasilianische Itaipu-Stausee mit 14 000 Megawatt und der Drei-Schluchten-Stausee in China mit 18 000 Megawatt.

Das Staudamm-Projekt wird von Umweltschützern und wegen seiner Auswirkungen auf die Ureinwohner kritisiert. Für die Entschädigung der Ureinwohner sind umgerechnet rund 570 Millionen Euro veranschlagt. Der Stausee wird rund 500 Quadratkilometer Land überfluten.

Nach Angaben der Bewegung Xingu Vivo dürften rund 20 000 Menschen ihren bisherigen Lebensraum verlieren. Die Ausschreibung der Arbeiten soll im April beginnen, die Stromproduktion im Jahr 2015 aufgenommen werden.

Künftig soll der Stausee Belo Monte elf Prozent des brasilianischen Strombedarfs decken. Vier Fünftel des brasilianischen Strombedarfs werden bereits jetzt mit Wasserkraft produziert.

(sda)