12. März 2007 07:52; Akt: 12.03.2007 14:52 Print

Schweizer Majestätsbeleidiger: Schuldig!Schweizer Majestätsbeleidiger: Schuldig!

Oliver Jufer hat vor Gericht zugegeben, dass er Bilder des thailändischen Königs verschmiert hat. Nun muss er mit der Höchststrafe von 75 Jahren rechnen.

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Der Schweizer Angeklagt bekannte sich vor Gericht schuldig, Porträts von König Bhumipol verunstaltet zu haben.
Ein weiteres Leugnen war wohl auch zwecklos. Der 57-Jährige war gemäss Polizeiangaben von Überwachungskameras dabei gefilmt worden, wie er am 5. Dezember 2006 - dem 79. Geburtstag des thailändischen Königs Bhumipol Adulyadej - fünf Poster des Monarchen mit schwarzer Farbe besprayt hatte. Der Pflichtverteidiger sagte vor Gericht, sein Mandant sei betrunken gewesen.

Der Prozess fand hinter verschlossenen Türen statt. Laut Richter Chaikrit Devaplin bekannte sich der Schweizer für schuldig, womit er eine frühere Unschuldsbekundung widerlegte. Die Staatsanwaltschaft wollte sich angesichts der heiklen Sachlage nicht zu Prozessdetails äussern. Der König werde verehrt und dürfe nicht beleidigt werden, sagte ein Ankläger nur. Das thailändische Volk dürfe das nicht akzeptieren.

Dem Schweizer, der seit zehn Jahren in Thailand lebt, drohen für jedes verunstaltete Porträt drei bis 15 Jahre Haft. Die Urteilsverkündung wurde auf den 29. März angesetzt.

Auch das Militär hat in der Angelegenheit eine Untersuchung eingeleitet. So soll der 57-Jährige von einem Anhänger des ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra angestiftet worden sein. Thaksin war im vergangenen September seines Amtes enthoben worden. Die nördlich von Bangkok gelegene Chiang Mai ist seine Heimatstadt und bekannt als Stützpunkt seiner Anhänger.