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Feuer
10. September 2010 06:17; Akt: 10.09.2010 18:22 Print
Explosion fordert mindestens einen Toten
In der Nähe des Flughafens von San Francisco ist eine Gasleitung explodiert und hat ein ganzes Wohnviertel in Brand gesetzt. Mindestens vier Menschen starben.
Nach der Explosion brennt ein ganzes Viertel.
Flammeninferno in San Francisco. Zunächst glaubten viele an einen Terroranschlag: Nur zwei Tage vor dem Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 erschütterte eine gewaltige Explosion in der Nacht zum Freitag den nur etwa drei Kilometer vom Flughafen entfernten Vorort San Bruno, gefolgt von meterhohen Stichflammen.
Binnen Minuten stand ein ganzer Strassenzug in Flammen, Menschen rannten in Panik davon, andere schossen fasziniert Fotos mit ihren Handys, vom Himmel regnete es Glassplitter und Trümmer.
Schon nach kurzer Zeit stellte sich der wahre Grund der Explosion heraus: Unter einer Strasse von San Bruno war eine Erdgas-Leitung geborsten. Wie aus einem gewaltigen Bunsenbrenner schossen die Flammen aus dem Leck in alle Richtungen und setzten Häuser und Autos in Brand.
Wahrscheinlich starben bei der Explosion und dem anschliessenden Grossbrand mindestens vier Menschen. Weitere 53 Bewohner von San Bruno wurden verletzt, sagte der stellvertretende Gouverneur Abel Maldonado vor Journalisten am Unglücksort.
Drei Menschen hätten schwerste Verbrennunge erlitten, 38 Häuser seien abgebrannt. Ein Feuerwehrmann hatte der «Los Angeles Times» zuvor von sechs Toten berichtet.
Notstand ausgerufen
Maldonado, der Gouverneur Arnold Schwarzenegger während dessen Asien-Reise vertritt, rief für den gesamten Bezirk den Notstand aus. Augenzeugen berichteten, die Explosion habe einen Krater von der Grösse einer mehrspurigen Strassenkreuzung hinterlassen.
«Ich hörte einen Krach wie von einem tief fliegenden Flugzeug, dann wackelte plötzlich das Haus», sagte Tina Diloia, die sich während des Unglücks mit ihrem Baby in ihrer Wohnung aufhielt. Sie habe eine zweite Explosion gehört. «Ich ging nach draussen und sah Trümmer vom Himmel fallen.»
Hölle auf Erden
«Erst haben wir einen lauten Knall gehört, dann wackelte das ganze Haus», erzählten die Brüder Bob und Ed Pellegrini dem örtlichen Sender ABC. Sie dachten erst an ein Erdbeben, spürten dann aber die starke Hitze. «Plötzlich sahen wir die Flammen gleich vor dem Fenster», sagte Bob Pellegrini.
«Es sah aus wie die Hölle auf Erden». Sie konnten nur durch den Garten entkommen, denn vorne zur Strasse hin war es zu heiss. «Das Haus ist zerstört. Ich habe nichts mehr, alles ist weg», sagte Ed Pellegrini.
Medienberichten zufolge hatten Anwohner schon Tage vor dem Unglück Gasgeruch festgestellt und den Behörden gemeldet. Der Betreiber der Pipeline, der kalifornische Versorger Pacific Gas & Electric, kündigte eine Untersuchung zur Unglücksursache an. Sollte das Unternehmen die Verantwortung tragen, werde man die Haftung übernehmen, erklärte der Konzern.
(sda)

























