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Tresor für Saatgut
11. März 2010 11:21; Akt: 11.03.2010 14:27 Print
Spitzbergen ist fast bereit für den Atomkrieg
Zwei Jahre nach der Inbetriebnahme des so genannten Weltuntergangstresors für Saatgut sind rund 500 000 Samenproben eingelagert. Dort, im Ewigen Eis, sollen sie sogar einen Atomkrieg überstehen können.
Zur Einlagerung der Samenkörner wurde im Permafrost der zu Norwegen gehörenden Insel Spitzbergen in der Nähe der Stadt Longyearbyen ein spezielles Gewölbe in einer Eiswand angelegt.
Eine Computergrafik zeigt den sogenannten Weltuntergangstresor für Saatgut auf Spitzbergen. Bereits lagern dort eine halbe Million Samenproben.(Bild: Keystone/EPA/Global Crop Diversity Trust)
Ziel ist, für den Fall einer globalen Katastrophe wie etwa ein Atomkrieg oder grosse Überschwemmungen eine Art Arche Noah im Nördlichen Eismeer für Getreidesamen zur Verfügung zu haben. Die 2008 eröffnete Einrichtung soll als Sicherungssystem für die weltweit 1400 nationalen Samenbanken dienen, falls deren Bestände verlorengehen sollten.
Fowler erklärte, zwar komme die Samenbank gut voran, doch bestünden noch bedeutende Lücken in der Sammlung. Unter anderem fehle noch wichtiges Material aus Äthiopien, Indien und China. Zuletzt trafen eine schimmelresistente Bohnensorte aus Kolumbien und eine Sammlung praktisch aller Sojabohnenzüchtungen des letzten Jahrhunderts aus den USA auf Spitzbergen ein.
Die Samenkörner sollen Wissenschaftlern zufolge bei Temperaturen aufbewahrt werden, die sie für hunderte, wenn nicht tausende Jahre anbaufähig erhalten. An dem Projekt ist der 2004 gegründete unabhängige Global Crop Diversity Trust massgeblich beteiligt. Dieser will vor allem eine dauerhafte Artenvielfalt von Kulturpflanzensorten sicherstellen.
(dapd)

























