14. September 2006 22:53; Akt: 14.09.2006 21:54 Print

Ein unfassbares MartyriumEin unfassbares Martyrium

Fünf Wochen war Stephanie (14) in der Gewalt eines Sexualstraftäters – gestern erzählte sie von ihrem Martyrium.

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Am 11. Januar dieses Jahres war Stephanie auf dem Weg zur Schule vom vorbestraften Mario M. (35) entführt und in dessen Wohnung in Dresden gefangen gehalten worden – wenige hundert Meter von ihrem Elternhaus entfernt.

Stephanie erzählte im Interview mit Johannes B. Kerner, der Täter habe sie zweimal in der Woche in eine Kiste gesperrt – dann, wenn er einkaufen gefahren sei. Er habe ihr eine Socke in den Mund gesteckt und Pflaster darüber geklebt, so dass sie kaum habe atmen können: «Ich habe dann nur noch gehofft, dass er wiederkommt und ich aus der Kiste herauskomme.»

Sie schrieb heimlich vier Zettel mit Hilferufen, die sie an zwei aufeinanderfolgenden Tagen fallen liess. Ein Passant fand einen Zettel und alarmierte die Polizei.

Mit dem Interview wolle sie dem Täter zeigen, «dass er meinen Kern nicht berührt hat, dass ich also nicht gebrochen worden bin». Und sie wünsche ihm, dass er lebenslänglich hinter Gitter komme.