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Burdsch Chalifa
09. Februar 2010 16:07; Akt: 09.02.2010 16:32 Print
Der Lift wars
Noch hat die Eigentümerfirma nichts offiziell bestätigt, doch gemäss Augenzeugen kann die Schliessung der Aussichtsplattform des höchsten Gebäudes der Welt, dem Burdsch Chalifa in Dubai, nur einen Grund gehabt haben.
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Noch bevor die Immobilienfirma Emaar Properties den Grund für die Schliessung der Aussichstplattform nur einen Monat nach Eröffnung bekanntgab, liessen am Dienstag Zeugen und ein Vertreter der Rettungsdienste des Golfemirates die Katze aus dem Sack. Ein defekter Aufzug ist schuld an der Misere.
Augenzeugen, die am Samstagabend auf der Plattform waren, berichteten von einem lauten, explosionsartigen Knall. Dann sei eine Staubwolke aus der Ritze einer Fahrstuhltür gekrochen. Rund 45 Minuten nach dem Lärm sei eine Rettungsmannschaft gekommen, habe die Tür gewaltsam geöffnet und die Insassen über Leitern befreit, sagte der Amerikaner Michael Timms, der Zeuge des Zwischenfalls wurde.
Ein Sprecher des Rettungsdienstes bestätigte den Vorfall. Die Rettungskräfte hätten einen anderen Aufzug benutzt und alle 15 Insassen in dem defekten Fahrstuhl unverletzt bergen können, sagte er.
Vertuschung der Probleme?
Die Eigentümerfirma Emaar hat bislang nur von einem «unerwartet hohen Besucherandrang» gesprochen. In einer kurzen Mitteilung war jedoch zugleich von Problemen mit der Elektrik die Rede, die behoben werden müssten.
«Was mich schockiert ist, dass sie das unter den Teppich kehren wollten, um ihr Gesicht zu wahren», sagte Timms. «Wenn er (der Aufzug) kaputt ist, sollte man das den Leuten zumindest sagen.»
Seit der Eröffnung des 828 Meter hohen Burdsch Chalifa am
Ob weitere Etagen des mehr als 160-stöckigen Wolkenkratzers von der Schliessung betroffen waren, war zunächst nicht bekannt. In vielen Stockwerken des Burdsch Chalifa wird noch gebaut, unter anderem am ersten von Designer Giorgio Armani entworfenen Hotel, das im März Eröffnung feiern soll.
Schlechter Zeitpunkt
Die Schliessung der Aussichtsplattform kommt zu einem empfindlichen Zeitpunkt. Der Stadtstaat verzeichnet einen starken Rückgang des Tourismus, der rund ein Fünftel der Einnahmen Dubais ausmacht. Zugleich versucht das Emirat, sein Image als Finanzplatz und Investitionsstandort wieder aufzupolieren. Dubai hat sich hoch verschuldet. Das benachbarte Emirat Abu Dhabi kam Dubai Ende vergangenen Jahres mit Krediten in Höhe von insgesamt 25 Milliarden Dollar zu Hilfe. Die Staatsverschuldung Dubais wird auf über 80 Milliarden Dollar geschätzt, das entspricht etwa dem Bruttoinlandsprodukt.
Der 1,5 Milliarden Dollar teure Büroturm sticht alle bisherigen Superlative unter den Wolkenkratzern aus: Der nächste Rivale unter den Bürotürmen, Taipeh 101, wurde längst übertrumpft - dieses Hochhaus in der Hauptstadt von Taiwan bringt es ohne Antenne «nur» auf 508 Meter. Der Burdsch Dubai übertrifft auch das bislang höchste Bauwerk der Welt überhaupt - den Sendemast im US-Staat North Dakota mit einer Höhe von 629 Meter. Noch höher war früher nur der Warschauer Sendemast mit 646 Metern, doch der stürzte schon 1991 ein.
(dapd)

























