Schwule Pinguine

03. Juni 2009 15:55; Akt: 03.06.2009 16:18 Print

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Die schwulen Humboldt-Pinguine im Bremerhavener Zoo am Meer haben Nachwuchs adoptiert. Sie brüteten ein Ei aus und füttern seither den Baby-Pinguin durch.

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Zunächst brüteten die beiden Männchen der vom Aussterben bedrohten Art rund 30 Tage lang ein Ei von heterosexuellen Artgenossen aus, wie der Zoo-Tierarzt und Kurator Joachim Schöne am Mittwoch berichtete. Seitdem das Küken Ende April schlüpfte, würden sie es von dem Fisch füttern, den sie selbst bekommen.

Geschlecht unklar

Das Geschlecht des Kükens sei noch unklar. Wenn es etwas grösser sei, «werden wir eine Feder ziehen und eine DNA-Analyse machen», kündigte Schöne an.

Wie er berichtete, suchten die Pinguin-Männchen nicht von selbst nach Elternfreuden. Ein Brutpaar habe das Ei aus seinem Nest geschubst. Der Zoo habe es dann den Männchen untergeschoben. Das habe man auch im vergangenen Jahr schon einmal versucht, damals aber noch ohne Erfolg.

Im Zoo am Meer leben Schöne zufolge derzeit 20 Humboldt-Pinguine, davon sechs in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung. Im Jahr 2005 hatte der Versuch, die Homo-Pinguine für eigens aus Schweden importierte Weibchen zu erwärmen, Proteste einer österreichischen Schwuleninitiative hervorgerufen. Die Homo-Paare waren für weibliche Reize unempfänglich und brüteten in ihren Höhlen auf Steinen, die ihnen als Ersatz für die ausbleibenden Eier dienen.

(dapd)