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Neue Masche
30. Dezember 2008 13:01; Akt: 30.12.2008 14:01 Print
Nigeria-Connection nimmt junge Mädchen aus
Nun soll nicht mehr Geld transferiert, sondern Hunde verkauft werden: Mit einer neuen Masche hat die Nigeria-Connection drei junge Mädchen betrogen. Die Mädchen wollten zwei Yorkshire-Terrier für je 100 Euro kaufen, womit das Unheil seinen Lauf nahm.
Drei 16- und 17-jährige Mädchen sind nach Angaben der Polizei Konstanz (D) Opfer einer neuen Masche der sogenannten Nigeria-Connection geworden: Die jungen Frauen wurden um 750 Euro betrogen, für die sie Yorkshire-Terrier kaufen wollten.
Yorkshire-Terrier als Betrugsobjekt(Bild: Keystone)
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Mitte Dezember waren die jungen Frauen im Internet auf eine Seite gestossen, auf der Hunde zum Verkauf angeboten wurden. Sie nahmen per E-Mail Kontakt mit dem Verkäufer auf und bestellten zwei Yorkshire-Terrier für je 100 Euro.
Immer neue Forderungen
Der Verkaufspreis zuzüglich 26 Euro Gebühren wurde per Geldversand an einen anonymen Empfänger in Kamerun überwiesen. Nach einem Handy-Anruf folgten Forderungen über 220 Euro für die Beschaffung einer Transportbox und weiterer 800 Euro für den Versand der Hunde.
Davon bezahlten die Käuferinnen 500 Euro, nachdem ihnen mit einer Anzeige bei der Tierschutzbehörde gedroht worden war. Später traf eine weitere Forderung über 4900 Euro ein: Die Hunde waren angeblich in London eingetroffen, vefügten aber nicht über die notwendigen Papiere für den Weiterversand.
In dem Moment vertrauten sich die Jugendlichen einem Vater an, der sofort per E-Mail Kontakt mit dem Verkäufer aufnahm. Trotzdem sahen die Hundefreundinnen bisher nichts von den bestellten Tieren. Inzwischen haben sie Anzeige gegen Unbekannt erstattet.
Voarauszahlungsbetrug
Die Polizei geht davon aus, dass die Mädchen Opfer der sogenannten Nigeria Connection geworden sind. Diese hat sich bereits mit anderen Arten des Vorauszahlungsbetrugs einen Namen gemacht.
Bekannt geworden ist sie vor einigen Jahren durch zahllose E-Mails, in denen die Empfänger gebeten wurden, zu helfen, Geld aus Nigeria - oder einem anderen afrikanischen Land - zu schaffen. Ein Teil der Summe sollte danach dem Helfer gehören.
«Leider» war die Transaktion jeweils nicht ohne finanzielle Vorausleistung des Helfers möglich. Sobald diese gezahlt war, löste sich das angebliche Geschäft in Luft auf.
(sda)

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