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23. März 2009 15:44; Akt: 23.03.2009 15:58 Print
Wer hütete den Elefanten im Hinterhof?
Aus Sicht des Tierschutzes ein horribles Bild, aber während des Zweiten Weltkrieges ging es wohl nicht anders: Der Belfaster Zoo lagerte einen Elefanten aus – in den Hinterhof eines Hauses. Um den Dickhäuter kümmerte sich eine Frau. Sie wird nun gesucht.

(Bild: AFP/Belfast Zoo)
75 Jahre alt wird der Belfaster Zoo in diesem Jahr. Während dieser Zeit habe man viele kuriose Geschichten erlebt, aber diese übertreffe wohl alle, meint Zoomanager Mark Challis. Im Jahr 1941 hing eine dunkle Vorahnung über Belfast: Werden die Nazis die Stadt bombardieren?
Um die Menschen nicht zu gefährden, ordneten die Behörden die Tötung von 33 Tieren des Belfaster Zoos an. Die Behörden befürchteten, die Tiere würden während der Bombenagriffe ausreissen und Leute angreifen. Unter anderen wurden ein Tiger, einen Braunbären, zwei Eisbären und eine Hyäne umgebracht.
«the elephant angel»
Sheila, ein «kleiner» Baby-Elefant hatte Glück: Ein unbekannte Frau nahm sie bei sich auf und pflegte sie mehrere Monate in ihrem Hinterhof in der Whitewell Road – auch während der schweren Bombardements am 15. April, dem so genannten «Belfast Blitz». Danach kehrte Sheila in den Zoo zurück und starb 1966, nachdem sie noch 25 Jahre im Zoo verbracht hatte.
Die Identität der Frau wurde nie geklärt, der Zoo kannte sie immer nur als «the elephant angel». Das soll jetzt geändert werden: Zoomanager Challis bekräftigt, die Pflege, die Sheila durch die unbekannte Frau bekam, sei «einzigartig in der gesamten Zoo-Geschichte». Man wolle diese Lücke der Vergangenheit füllen und endlich herausfinden, wer der Engel der Elefanten war.
(mlu)

























