Luxus

22. März 2009 22:05; Akt: 22.03.2009 21:06 Print

Haustiere werden Haltern zu teuerHaustiere werden Haltern zu teuer

von Désirée Pomper - Immer mehr Leute können sich den Luxus Haustier nicht mehr leisten. Das hat schlimme Konsequenzen für die Tiere.

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Rund 40  000 Franken kostet den Tierfreund ein durchschnittliches Hundeleben. Für immer mehr Herrchen ist das schlichtweg zu viel. «Die Leute bringen ihre Hunde und Katzen ins Tierheim, weil sie sich das Futter und die teuren Tierarztbesuche nicht mehr leisten können», sagt Rico Hauser, Tierarzt und Leiter des Tierheims Strubeli in Hegnau ZH. Dies oft unter dem Vorwand, an einer plötzlichen Tierallergie oder an akutem Zeitmangel zu leiden. In Wirklichkeit aber seien die Tiere krank, was bekanntlich teuer sei, so Hauser. Seit Januar wurden bei ihm dreissig Prozent mehr Tiere abgegeben. Auch das Tierportal Petfinder.ch verzeichnete seit Jahresanfang ein Plus von 20 Prozent.

Doch es werden nicht nur mehr Tiere abgeschoben, sondern auch we­niger Heimtiere abgeholt, sagt die Präsidentin der Stiftung Vier Pfoten, Vanessa Gerritsen. Denn: «Die Hemmschwelle wird wegen finanziellen Engpässen immer grösser.»

Besser haben es die Hunde und Katzen, deren Besitzer auch in Krisenzeiten zu ihnen halten. ­Allerdings spüren auch sie Einschnitte – beim Fressen: «Günstiges Futter legt auf Kosten des mittleren Preissegmentes zu», sagt Nadine Jermann vom Tiernahrungshersteller Mars. Das heisst im Klartext: Schluss mit Fleisch. Jetzt gibts Trockenfutter.