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Cablecom
26. August 2010 23:54; Akt: 27.08.2010 11:06 Print
Es drohen fette Bussen für Signalklau
von Lorenz Hanselmann - Hohe Bussen und Hausdurchsuchungen: Die Cablecom bläst zum Kampf gegen Signaldiebe. Am Ende gewinnen trotzdem die Hacker, sagt ein Experte.

Die Dreambox kann die TV-Verschlüsselung umgehen. (Bild: Dream Multimedia)
Hunderttausende Schweizer zapfen illegal das TV-Signal der Cablecom an, schätzt Comparis-Experte Ralf Beyeler. «Es würde mich sehr erstaunen, wenn es weniger wären.» Sie kaufen ab 200 Franken Set-Top-Boxen wie die Dreambox, lassen sie hacken und empfangen Bezahlsender wie Premiere oder Teleclub – ohne einen Rappen zu bezahlen. Das stellt die Cablecom vor ein Problem: Ihr entgehen so Millionen von Franken. «Zudem wollen die Pay-TV-Sender irgendwann nicht mehr mit der Cablecom zusammenarbeiten, wenn zu viele Cablecom-Kunden schwarzsehen», sagt Beyeler.
Mit Technik gegen SignalsünderAuch auf technischem Weg versucht die Cablecom, die Signalsünder auszubremsen: Sie ändert unregelmässig die Verschlüsselungs-Codes ihres Signals – und dies laut Hackern vermehrt zur Primetime. Dann müssen die Gratisseher zuerst die Codes updaten, bevor sie weiterschauen können. Dabei bleibt der Bildschirm für einige Tage schwarz. So könne die Cablecom immerhin einige genervte Signalsünder vergraulen, glaubt Comparis-Experte Ralf Beyeler. Die meisten hätten nach einer Codeänderung aber höchstens ein paar Tage Mattscheibe. «Ein durchschnittlicher versierter User kann die Codes in kurzer Zeit selbst updaten.» (hal)
Die Cablecom geht nun zum Angriff über und verschärft ihre technischen (siehe Box) und juristischen Anstrengungen. Diese machen auch vor den Endverbrauchern nicht halt: «Oft erfahren wir von Nachbarn, dass jemand illegal unser Signal anzapft», sagt Cablecom-Sprecher Andreas Hildenbrand. Erhärte sich der Verdacht, würden die Signalräuber angezeigt und die Strafuntersuchungsbehörde könne auch mal im Morgengrauen zur Hausdurchsuchung erscheinen. Erst vor wenigen Wochen stand ein Signalräuber vor Gericht. Dafür, dass er zuhause eine illegale Set-Top-Box besass und solche auch für Kollegen hackte, muss er nun 2500 Franken Busse bezahlen. Hinzu kommen Verfahrenskosten von rund 7000 Franken.
Experte Beyeler bezweifelt, dass die Cablecom mit ihrer Offensive ans Ziel kommt: «Das Ganze ist ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen der Cablecom und den Schwarzsehern. Und am Ende gewinnen die Hacker.»
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Alle 33 Kommentare




























Bezahlfernsehen
Ist doch obermühsam das ganze einfach analog schauen und keine Knebelverträge eingehen ! Qualität wird überbewertet ! und wen Ihr doch HDTV wollt macht das mit der Swisscom die gibt euch keine Strafen auch wen ihr etwas mal falsch gemacht habt. Kulanz ist bei denen immerhin kein Fremdwort
Ich wusste gar nicht das...
... es illegal ist SF1 und SF2 digital über die CabelCom zu empfangen? Die analogen Signale von SF1 und SF2 über die CabelCom mögen legal sein aber sind grottenschlecht. Warum sind die digtalen Sender SF1 und SF2 übehaupt verschlüsselt? Warum funktioniert die SAT-Viaccess Karte nicht im Kabelnetz? Ich steige um auf SAT dort ist alles verfügbar und kündige der CabelCom.
selber schuld
wenn die cabelcom das grundsignal gar nicht würde verschlüssel würden auch nicht soviele auf eine dreambox zurückgreifen da ist halt die cabelcom selber schuld es kann nicht sein das moderne tv geräte mit karten einschub nicht genutzt werden können da sie nur eine c plus karte andbieten
Cablecom führt Krieg mit den eigenen Kunden!
Geld regiert die Welt! Und Cablecom hat genug davon, um Einfluss auf unsere leider nicht sehr kompetenten Politiker zu nehmen, die direkt von Cablecom beraten werden. Ein Volk wehrt sich und die Politiker entscheiden immer wieder aufs neue gegen das Folk! E viva Schweiz!!!!!! Natürlich kaufen sich nun alle einen neuen Fernseher, auch wenn der alte erst 1/2 Jahr alt ist und nur 2000.- gekostet hat......... Eine andere Geschäftspolitik könnte die Situation besser entspannen als ein offener Krieg mit den eigenen Kunden!!