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China
29. Juni 2010 10:55; Akt: 29.06.2010 13:46 Print
Armee will Amors Pfeil auf Soldaten schiessen
Eine neue Regelung untersagt es chinesischen Soldaten, die Liebe auf Internet-Plattformen zu suchen. Die Offiziere sollen nun als Verkuppler agieren.
Bis vor Kurzem durften Singlesoldaten der rund 2,3 Millionen Mann starken Volksbefreiungsarmee (Peoples Liberation Army PLA) die Internet-Plattformen nach Romantik und Liebe abgrasen. Dies ist ihnen neuerdings untersagt. Ebenso wie das Verfassen von Blogs und Online-Tagebüchern. Denn man befürchtet, dass die Liebeshungrigen Armeegeheimnisse ausplaudern könnten.
Doch deswegen müssen die Soldaten nicht Singles bleiben, wie der Daily Telegraph verlauten liess. Denn nun sollen die Kommandanten der Armee als Verkuppler agieren.
Liebeshungrige als Sicherheitslecks
Yang Jigui, ein Offizier auf dem Stützpunkt Xigaze im Tibet, meinte: «Soldaten, die beispielsweise an Grenzen stationiert sind, haben wenig Gelegenheit mit der Welt ausserhalb der Armee in Kontakt zu treten.»
Doch, wenn sie dann im Internet nach Liebe suchen, könne es sein, dass sie von «Menschen mit hinterhältigen Absichten ausgehorcht würden.» Und dies bedeute eine Gefahr für die Sicherheit der Armee.
Party für Soldaten organisiert
Im Stützpunkt im Tibet wurde das Problem, wie man Partner für die unverheirateten Soldaten finden könnte, bereits diskutiert. In Frage käme eine Zusammenarbeit mit der «All China Women's Federation», einer Organisation, die sich für die Anliegen und Rechte der Frauen in China einsetzt.
Auf der südchinesischen Insel Hainan ist man bereits aktiv geworden. Dort hat ein Offizier der Bewaffneten Volkspolizei eine Party für ältere Armeeangehörige organisiert, während der die Singles auf Arbeiterinnen der Telefongesellschaft China Mobile trafen. Darüber, ob und wie oft es gefunkt hat, ist bisher leider noch nichts bekannt geworden.
(lue)

























