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Panik wegen Zugdurchsage
02. September 2009 22:24; Akt: 03.09.2009 07:27 Print
«Ist ein Lokführer an Bord?»
von Deborah Rast - Die Passagiere des ICE von Basel nach Zürich erlebten einen Riesenschreck. Wegen einer Durchsage glaubten sie, in einem führerlosen Zug zu sitzen.
Kurz nach Olten kam am Dienstagabend der Schock für die Passagiere des Intercity-Expresses (ICE): «Ist ein Lokführer an Bord?», wurde mittels Durchsage gefragt. Während die einen dies für einen schlechten Scherz hielten, erschraken andere zu Tode. So auch Lorena B.*, die mit ihrem Begleiter von Basel nach Zürich unterwegs war: «Wir glaubten uns in einem Katastrophenfilm mit führerlosem Zug», sagt B. «Am liebsten wären wir sofort ausgestiegen.» Doch es kam nicht so schlimm, wie B. befürchtete. Alle Passagiere kamen heil in Zürich an, allerdings mit 22 Minuten Verspätung.
Das Zugsmikrofon ist durch ein Schloss gesichert. (Bild: SBB)
Spassdurchsagen ärgern die SBB
Immer wieder knacken Spassvögel das Schloss zum Zugsmikrofon. Schmunzeln mussten etwa die Passagiere im Zug von Luzern nach Engelberg OW. Kurz vor Wolfenschiessen NW wurde ihnen mitgeteilt: «Nächster Halt, Füdlispalt.» Ärgerlicher hingegen war ein Zwischenfall auf der Strecke Bern–Zürich. Die Passagiere wurden per Lautsprecher darüber informiert, dass wegen einer technischen Störung alle den Zug verlassen müssten. Einige Passagiere stiegen in Langenthal vorzeitig aus, doch der Zug fuhr ganz normal nach Zürich weiter – es war eine Spassdurchsage. «Solche Durchsagen wollen weder wir noch die Kunden», so SBB-Sprecher Roman Marti. (dra)
Die SBB klärt die ungewöhnliche Zugdurchsage auf: «Es war bereits ein Lokführer an Bord», so Marti. Nur habe dieser wegen einer technischen Störung zusätzliche Hilfe von einem Kollegen brauchen können. «Wenn der Lokführer dank der Durchsage rasch Unterstützung erhält, dient dies auch den Reisenden», sagt Marti. Dass die Durchsage die Passagiere geängstigt habe, sei keine Absicht gewesen: «Dafür entschuldigen wir uns», sagt Marti. Ein zweiter Lokführer wurde durch die ungewöhnliche Aktion übrigens nicht gefunden.
*Name der Redaktion bekannt
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Alle 36 Kommentare




























Führerloser Zug
Wie bereits von Beni erwähnt wurde ist es in der Schweiz praktisch unmöglich, das ein Führerloserzug unterwegs ist. Ich finde solche sachen hätten im Beitrag erwähnt werden sollen, damit die Reisenden aufgeklärt sind falls soetwas wieder vorkommt (was ich vermute). mfg Michel
Führerloser Zug?
1.) Das sog. Totmannpedal muss dauernd mit den Füssen gedrückt sein. 2.) Zusätzlich zum Pedaldrücken muss der Lokführer der Lok alle 1,6 km bestätigen, dass er trotz gedrücktem Pedal bei Bewusstsein ist. Werden diese zwei Bedingungen nicht erfüllt, erfolgt eine autom. Vollbremsung des Zuges.
Durchsage
Bin einmal im Gotthardtunnel mit dem Zug stehen geblieben, danach kam die auch diese Durchsage. Habe gedacht dem Zugführer wäre schlecht geworden oder so. Leider hat sich jemand vor den Zug geschmissen, was wir dann alle leider sehen mussten als der Zug daran vorbeifuhr. Es gab keine Warnung!