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Modischer Fehlgriff
13. August 2008 23:45; Akt: 14.08.2008 08:32 Print
Bei Calmy-Rey lupfts den Stil-Experten den Hut
von Bernhard Brechbühl - Micheline Calmy-Rey und ihre Mode-Gags: Die Bundesrätin trägt zurzeit eine rote Dächlikappe mit Schweizerkreuz und der Aufschrift «NEUTRAL». Stil-Experten sind schockiert.
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Aussenministerin Calmy-Rey führt ihre bedeutungsschwere Kopfbedeckung in der Welt spazieren: Sie zeigte sich damit am Freitag am Filmfestival Locarno und schon vier Tage später bei einem Besuch in Kolumbien, wo sie unter anderem mit Staatspräsident Alvaro Uribe zusammentraf.
Bundesrätin Calmy-Rey am Dienstag mit Dächlikappe in Kolumbien. (AFP)
Bundesrätin Calmy-Rey sorgte bereits vor fünf Jahren mit einem modischen Statement für Aufsehen: Beim Überschreiten der Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea trug sie rote Bally-Schuhe mit Schweizerkreuz. Das symbolträchtige Schuhwerk wurde später für 10 291 Franken versteigert – der Erlös ging an Opfer einer Zugkatastrophe in Nordkorea.
Bei Mode-Experten sorgt die magistrale Schirmmütze für Kopfschütteln: «Die Dächlikappe ist viel zu gross und die aufgenähte Message entspricht an Gehalt in etwa einem ‹Baby an Bord›-Aufkleber an der Heckklappe eines Kleinwagens», sagt «Annabelle»-Chefredaktorin Lisa Feldmann. Jeroen van Rooijen, Fashion-Fachmann der «NZZ am Sonntag», geht mit der Bundesrätin ebenfalls hart ins Gericht: «Unsere bisherige ‹Stilkönigin› Micheline Calmy-Rey hätte man sich vor kurzem nicht mit einem solch albernen, unvorteilhaften und auf sehr plumpe Weise seine Botschaft verbreitenden Käppi vorstellen können.» Und auch für Van Rooijen ist klar: «Die Mütze ist eine Nummer zu gross!»
Beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sagte Sprecher Lars Knuchel zum modischen Statement der Chefin lediglich: «Die Schweiz ist aktiv und neutral. Das hat Bundesrätin Calmy-Rey bei ihrem offiziellen Arbeitsbesuch in Kolumbien zum Ausdruck gebracht.»

























