Parlaments-Kantine

12. März 2010 09:15; Akt: 12.03.2010 14:33 Print

Wie möchten Sie Ihre Robbe? Blutig?Wie möchten Sie Ihre Robbe? Blutig?

«Robbe à la canadienne»: Die Kantine im kanadischen Parlament hat am Mittwoch einen Solidaritäts-Dreigänger serviert. Die Politiker sollten mit dem Verspeisen von Robbenfleisch ihre Unterstützung der Jäger im Streit mit der EU bekunden. Eine blutige Angelegenheit, wie die Bilder zeigen.

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Über Geschmack lässt sich streiten, dass beweisen gerade die EU und Kanada. Im Streit über das im vergangenen Juli erlassene Importverbot der EU für Robbenprodukte hat am Mittwoch im kanadischen Parlament ein Solidaritätsanlass stattgefunden. Im Zentrum stand die Menü-Karte: Die Kantine präsentierte einen Robben-Dreigänger.

«Jeder Politiker kann mit dem Verspeisen des Fleisches der internationalen Gemeinschaft zeigen, dass er hinter allen steht, die von der Robbenjagd leben», sagte Senatorin Celine Hervieux-Payette bereits am Montag. Und die Politiker liessen sich offenbar nicht zweimal bitten, wie die Bildstrecke zeigt.

Die EU erliess das Importverbot mit Verweis auf die teilweise grausamen Methoden bei der Jagd an der kanadischen Ostküste. Dort werden zwischen November und Mai jedes Jahr durchschnittlich 275 000 Robben getötet - entweder erschossen oder mit Keulen erschlagen. Die kanadische Regierung hat wegen des Streits mit Brüssel die Welthandelsorganisation (WTO) eingeschaltet.

(amc)

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  • Nicole am 09.01.2012 17:37 Report Diesen Beitrag melden

    Toeten und verwerten

    Ueber 90% der Robben werden heutzutage geschossen. Mit dem Knueppel werden nur noch ganz wenige Tiere erlegt und meistens aus Tradition. Die Robben die in Canada gejagt werden sind keinesfalls vom Aussterben bedroht, im Gegenteil. Es gab noch nie so viele Robben wie jetzt. Das Importverbot hat den Nachteil dass die Robben zwar immer noch getoetet werden, jetzt aber nicht mehr verwertet werden. (Fleisch und Pelz). Fuer mich als Jaegerin & Trapperin macht es nur Sinn wenn moeglich zu verwerten, was man erlegt. Dazu braucht es aber einen Abnehmermarkt.

  • Ramona am 12.03.2010 16:35 Report Diesen Beitrag melden

    Süss?

    Von mir aus könnten die Robben das hässlichste Tier auf der Welt sein. Aber zu tode Knüppeln muss nicht sein. Darf nicht sein! Und wer hier mit Batteriehaltung von Hühnern kommt der kenn das Schweizer Tierschutzgesetz recht schlecht und sollte villeicht nicht immer Fleisch aus Brasilien kaufen. Man schmeckt den Unterschied.

  • Golubtschik am 12.03.2010 16:19 Report Diesen Beitrag melden

    So sind die Menschen

    Lieber mit dem Finger auf andere zeigen, als vor der eigenen Haustür kehren... Was mit dem Fleisch auf unseren Tellern passiert ist als es noch gelebt hat, scheint die meisten nämlich nicht zu interessieren. Da wird lieber weggeschaut als verzichtet - während man wegen der paar Robben ein Riesengeschrei veranstaltet und dann noch das Gefühl hat, man sei ein Tierfreund.