Falschinformation

11. Februar 2009 14:17; Akt: 11.02.2009 14:45 Print

TV-Sender in Südafrika meldet Bushs TodTV-Sender in Südafrika meldet Bushs Tod

Ein Techniker drückte auf den falschen Knopf, und schon wars passiert: Ein TV-Sender in Südafrika erklärte den ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush für tot.

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Immer wieder gibt es Gerüchte um s Tod. Aktuell wird der Schauspeieler auf Facebook betrauert. In diesem Jahr ist es schon das zweite Mal: Im März 2011 hiess es: «Jackie Chan stirbt an Herzinfarkt». «Sagt mir, dass das nicht wahr ist» und «Sie war mein Idol» trauerten einige Fans im August 2011 auf s Twitter-Account. Zwei Tage später verkündete die Schauspielerin ihre Schwangerschaft Ihre Pensionskasse erklärte im September 2010 für tot und stellte die Rentenzahlungen ein. : Der an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte Schauspieler («Dirty Dancing») wurde am 18. Mai 2009 von einem Radiosender in Florida fälschlicherweise für tot erklärt. Am 14. September starb der Schauspieler dann tatsächlich. : Der krebskranke britische Reality-Star verkaufte sich seit Jahr und Tag den Medien. Und Jade bleibt am 19. März 2009 tatsächlich nicht viel Zeit. Trotzdem keine Legitimation, noch zu Lebzeiten eine Nachruf-Ausgabe zu publizieren. «Hey, ich lebe noch!», scheint der ehemalige US-Präsident zu signalisieren, nachdem ein südafrikanischer TV-Sender im Februar 2009 sein Ableben vermeldet hatte. Der krebskranke US-Senator erlitt während den Feierlichkeiten zur Vereidigung von Barack Obama einen Schwächeanfall. Bei der Online-Enzyklopädie Wikipedia wurde er darauf für tot erklärt. Die renommierte Nachrichtenagentur Bloomberg meldete im August 2008 das Ableben des Apple-Gründers. Darauf ging der Aktienkurs auf Talfahrt. Dem Microsoft-Gründer erging es nicht besser. 2003 verkündete ein koreanischer Fernsehsender aufgrund einer gefakten Meldung im Internet, Gates sei bei einem Benefizanlass in Los Angeles erschossen worden. Britische Zeitungen meldeten in den 90er-Jahren, der Sänger («Bronski Beat») sei an Aids gestorben. Er lebt noch heute. Am 13. April 1964 verschickte die Deutsche Presse-Agentur (DPA) eine Blitzmeldung vom Tod des sowjetischen Partei- und Regierungschefs. Sie wurde weltweit aufgegriffen. Ein Teil der Auflage des «Blick» erschien am 1. Juni 1963 mit der Schlagzeile «Ein grosser Papst ist gestorben». Eine vorbereitete Druckplatte war zwei Tage zu früh verwendet worden. Der amerikanische Schriftsteller und Satiriker war ebenfalls von voreiligen Todesmeldungen betroffen, worauf er ein legendäres Bonmot kreierte: «Die Berichte über meinen Tod sind stark übertrieben.»

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Der Fehler geschah gemäss BBC, als ein leitender Angestellter von ETV News in Südafrika sehen wollte, wie das Schlagzeilen-Spruchband funktioniert, das bei Bedarf in laufende Programme eingeblendet werden kann. Ein Techniker drückte dabei anstelle des «Test»-Knopfs jenen für die Live-Übertragung, worauf der aus Jux einprogrammierte Text «George Bush ist tot» auf Sendung ging. Die Einblendung habe «nur drei Sekunden gedauert», so ein Sprecher des Senders.

Über persönliche Konsequenzen wollte der Sprecher nichts sagen, er betonte jedoch, man werde künftig alle Testbänder nur noch in Kauderwelsch abfassen. Der bizarre Vorfall passt allerdings bestens zu George W. Bush, der bekanntermassen mit der Sprache auf Kriegsfuss stand, wie die BBC anmerkte. Zudem war er nicht die einzige bekannte Persönlichkeit, die voreilig für tot erklärt wurde, wie die Bildstrecke zeigt.

(pbl)