USA

18. März 2009 22:53; Akt: 18.03.2009 23:00 Print

Bush redet für <nobr>200 000</nobr> DollarBush redet für 200 000 Dollar

Eigentlich müsste man den Herren fürs Schweigen bezahlen: Der amerikanische Ex-Präsident George W. Bush will seinen Nachfolger Barack Obama mit Kritik verschonen. Obama «verdient mein Schweigen und wenn er will, dass ich helfe, kann er zum Telefon greifen und mich anrufen».

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Dort hielt der ehemalige US-Regierungschef seine erste öffentliche Rede seit dem Abschied vom Weissen Haus vor knapp acht Wochen. Dagegen hatte Dick Cheney, Vizepräsident unter Bush, Obama gerade diese Woche wieder wegen seiner Sicherheitspolitik attackiert.

Bush bekannte vor etwa 1500 Zuhörern, dass Obama «nicht meine erste Wahl für das Präsidentenamt war». Als der Senator aus Illinois dann aber die Mehrheit gewann, habe er eingesehen, dass Obama «gut ist für Amerika».

Er wünsche sich, dass sein Nachfolger Erfolg hat, sagte Bush bei der Veranstaltung am Mittwoch (Ortszeit) und fügte hinzu, «ich liebe mein Land weitaus mehr als die Politik».

Während Bush in der Messehalle sprach, protestierten draussen rund 400 Demonstranten. Sie feuerten ihre Schuhe gegen ein Plakat von Bush und beschimpften die Gäste beim Eintritt in das Gebäude.

Vier Menschen wurden festgenommen, berichtete der «Calgary Herald» in seiner Online-Ausgabe. Nach einem Bericht der Zeitung «Globe and Mail» sprach der Ex-Präsident 43 Minuten über seine acht Jahre als mächtigster Mann der Welt.

Derweil verspeiste sein Publikum ein leichtes Mittagessen mit Hühnchen, Röstkartoffeln, Spinatsalat und einem Stückchen Torte - zum Preis von 4000 Dollar pro Tisch. Der Ex-Präsident steckte der Zeitung zufolge anschliessend ein Honorar von etwa 200'000 Dollar in die Tasche.

(sda)