Kältewelle in der Schweiz

11. Januar 2009 19:50; Akt: 11.01.2009 20:01 Print

Temperaturen seit zehn Tagen im MinusTemperaturen seit zehn Tagen im Minus

Heute blieben die Temperaturen am zehnten Tag in Folge unter null Grad. Eine Kältewelle von dieser Länge ist aber nicht untypisch für Januar und Februar - solche Kälteperioden dauerten auch schon einen ganzen Monat an. Über dem Nebel herrschte dafür schönstes Wetter.

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Kinder spielen am 12. Januar auf dem gefrorenen Bubenweier auf den drei Weiern in St. Gallen. Erwachsene geniessen am 12. Januar bei den drei Weiern in St.Gallen ein Sonnenbad. Herrliche Winterlandschaft, von der Passhoehe Hulftegg im Zuercher Oberland aus gesehen, am 11. Januar 2009. Verschneite Wohnwagenlandschaft am Campingplatz Pradafenz am 11. Januar in Churwalden. Das Nebelmeer über dem Lungerersee am 11. Januar auf dem Bruenig. Die Sonne geht am 11. Januar, gesehen von der Passhoehe Hulftegg im Zuercher Oberland, unter. Der Felsen beim Rheinfall friert bei den tiefen Temperaturen. Bild: IG Rheinfall Bild: IG Rheinfall Bild: IG Rheinfall Bild: IG Rheinfall Schwäne mal auf statt im See: Lac du Joux am 10. Januar 2009. Kinder spielen auf dem gefrorenen Lac du Joux. Auch Langläufler treibts auf den Lac du Joux. Ebenso Biker. In einer Höhle bei Weisslingen im Zürcher Oberland bilden sich Eiszapfen. Winterstimmung am Pfäffikersee im Zürcher Oberland am 9. Januar. Winterstimmung am Pfäffikersee im Zürcher Oberland. Ein mit Eis überzogener Traktor aus Holz steht am Donnerstag, 8. Januar 2009, auf dem Bauernhof von Beat Jucker in Seegräben. Ein mit Eis überzogener Baum. Ebenfalls in Seegräben. Auch eingefroren: Holzskulptur von Niels Holgersson. Winterliche Stimmung auf der Piazza della Riforma in Lugano, 6. Januar. Eine Frau geht am Dreikönigstag in Zürich an einen mit Eis überzogenen Brunnen vorbei. Ein verliebtes Mädchen hinterlsst ihre Herzensspuren an einem Auto bei den drei Weiern, St. Gallen. Eine junge Frau strahlt ueber die Eispracht an einem Brunnen beim Stadelhoferplatz in Zürich am 6. Januar 2009. Vater und Sohn vergnügen sich am 2.Januar auf der Fuerenalp bei Engelberg auf 1850 m mit einer Pulverschneeschlacht bei wunderschönem Winterwetter. Hunde spielen im Schnee auf der Waid in Zürich am Neujahrstag. Ein Snowkiter geniesst bei bestem Wetter die perfekten Schneebedingungen auf dem Julierpass im Engadin.

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Seit dem 2. Januar stieg das Thermometer in weiten Teilen der Schweiz nicht mehr über 0 Grad. Die Temperaturen im Mittelland betrugen in dieser Zeit tagsüber zwischen -1 und -7 Grad.

Zehn Eistage in Folge seien meteorologisch für die Schweiz nichts Aussergewöhnliches, sagte der Meteorologe Ludwig Z'Graggen von MeteoSchweiz auf Anfrage. Es sei aber in letzter Zeit nicht mehr häufig vorgekommen, räumte er ein. «Die Leute sind sich nicht mehr daran gewöhnt.»

1963: 28 Tage im Minus

Die Schweiz kennt aber weit längere Kälteperioden: 1963 blieb das Thermometer etwa in Neuenburg zwischen dem 12. Januar bis zum 8. Februar unter 0 Grad. Mit 28 Eistagen handelt es sich dabei nach Angaben von MeteoSchweiz um das längste Kälteereignis seit 1900.

Während jeweils 26 Tagen in Serie hatte der Frost die Schweiz in den Wintern 1956 und 1944/45 im Griff. Bei diesen Ereignissen lagen auch die Temperaturen wesentlich tiefer als in den letzten Wochen: 1956 schwankten die Tageshöchsttemperaturen an einigen Stationen zwischen -5 und -15 Grad.

Auch wenn es noch mindestens in den nächsten Tagen so kalt bleibe, sei kein Kälterekord zu erwarten, sagte Z'Graggen weiter. In der Kältestube der Schweiz, im neuenburgischen La Brévine, zeigte das Thermometer in der Nacht auf Sonntag -27,6 Grad an; die tiefste dort je gemessene Temperatur liegt jedoch bei -41,8 Grad.

Sonne über dem Nebel

Am Sonntag sanken die Temperaturen im Flachland nochmals leicht ab. Grund dafür ist eine tiefere Inversionslage, die unter dem Nebel für Kälte sorgt, während darüber die Sonne deutlich höhere Temperaturen erzeugt.

In den Bergen herrschte denn auch schönstes Wetter. Dort kletterten die Temperaturen am Sonntag gar auf über 0 Grad. In Adelboden BE, wo am Wochenenende der Skiweltcup-Zirkus gastierte, war es am Sonntagmittag rund 2 Grad «warm».

Die beiden Skirennen und das schöne Wetter lockten Zehntausende Zuschauer nach Adelboden - am Samstag waren es laut den Organisatoren 25 000, am Sonntag 11 500. Auch der neue Sportminister Ueli Maurer absolvierte dort am Samstag seinen ersten öffentlichen Auftritt als Bundesrat.

(sda)