
Mit ihren immer rigideren Vorschriften von Sponsoren-Bier über Sponsoren-Kleidung bis hin zum Sichtschutz gegen nichtzahlende Beizer droht sich die Uefa viele Sympathien zu verscherzen. Doch ausgerechnet im Internet hinkt der Europäische Fussballverband längst gängigen Marketing-Standards hinterher. Tippt ein Fussballfan www.euro08.com in den Computer, landet er bei Al Jazeera Jobs, der «grössten Jobdatenbank am Golf» – registriert wurde die Adresse 2006.
Für den Freiburger Sponsoring- und Marketingexperten Patrick Cotting ist das Registrierungsversäumnis ein «peinlicher Lapsus» für die Uefa, der aber nicht bei der einen Adresse endet: Die offizielle EM-Adresse ist derzeit www.euro2008.com. Folgerichtig führt auch www.euro2012.com zur Uefa. Doch schon mit www.euro2016.com ist wieder Schluss: Das handgestrickte Fussballportal führt zu einer Adresse in Asien. An sich hätte die Uefa, die den Lapsus nicht kommentieren wollte, gute Chancen, die Adressen für sich in Anspruch zu nehmen. Doch für die Euro 08 ist es dafür definitiv zu spät: Schlichtungsverfahren vor der zuständigen Organisation, der Wipo in Genf, dauern rund 40 Tage.
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