80 Franken sind zu viel

30. März 2009 07:35; Akt: 30.03.2009 15:58 Print

«Schwarzfahrer» hebelt Bussensystem aus«Schwarzfahrer» hebelt Bussensystem aus

Ein Passagier mit Zweitklassbillet in der 1. Klasse eines Regionalzuges mit Selbstkontrolle wird gebüsst und fühlt sich ungerecht behandelt. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) erhört seine Beschwerde und fordert nun eine Änderung des Bussensystems.

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Gegenüber Radio DRS sagte BAV-Sprecher Gregor Saladin am Montag, dass die Tarife der Transportunternehmen - also auch der SBB - nach Verschulden differenziert werden müssten. Ein Schwarzfahrer müsse anders gebüsst werden als beispielsweise ein Passagier mit einem Ticket in der falschen Klasse.

Der Passagier hatte die Höhe der Zuschlags von 80 Franken kritisiert, den er hatte zahlen müssen. Dieser ist gleich hoch, wie wenn er ganz ohne Billett unterwegs gewesen wäre.

SBB unzufrieden

Die SBB ist mit dem Entscheid des BAV jedoch nicht einverstanden. Es kann nicht sein, dass jemand ein Ticket 2. Klasse löst und dann 1. Klasse fährt», sagte Sprecher Roland Binz. Der Reisende nutze in diesem Fall eine Dienstleistung, für die er nicht bezahlt habe. Man könne ja auch nicht mit einem Ticket Zürich-Bern von Lausanne nach Basel fahren, so Binz weiter. Die SBB wollen deshalb vorerst an ihrer Praxis festhalten und von Fahrgästen, die ohne gültiges Billett in der 1. Klasse reisen, einen entsprechenden Zuschlag verlangen.

Die SBB berufen sich dabei auf das Transportgesetz und den Tarif des öffentlichen Verkehrs. Der Entscheid des BAV sei nicht rechtskräftig, da die SBB den Entscheid voraussichtlich durch das Bundesverwaltungsgericht beurteilen lassen werden, sagte Binz weiter.

Verband prüft die Möglichkeit einer Änderung

Gleichzeitig prüft der Verband öffentlicher Verkehr (Vöv), ob unterschiedliche Zuschläge für Reisende ohne Billett und für solche mit einem Billett für die falsche Klasse möglich seien. Sollte es tatsächlich zu einem Grundsatzentscheid kommen, hätte dies Auswirkungen auch auf die anderen Verkehrsbetriebe in der Schweiz. Sicher ist gemäss SBB-Sprecher Binz, dass die Zuschläge in beiden Fällen - also für Reisende ohne Billett und für solche mit einem Billett für die falsche Klasse - die Kosten, die Reisende ohne gültigen Fahrausweis verursachen, nicht decken.

Die SBB rechnen nicht damit, dass der BAV-Entscheid vermehrt zu Reisenden ohne gültigen Fahrausweis in der 1. Klasse führt. Auch eine Häufung von Beschwerden gegen das Zuschlagssystem der SBB wird nicht erwartet, so Roland Binz.

(sda/amc)

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  • Tim Zimmermann am 26.06.2011 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ein schönes Ferienende

    Vor meinem Flug in die Ferien besorgte ich mir extra eine Stempelkarte als Billett, da es jedesmal knapp wurde den Zug nach Luzern zu erwischen. So kam es, das ich mit verspäteter Landung genau noch eine Minute Zeit hatte,in den Zug einzusteigen. Ich hatte damit gerechnet, das mir eine freundliche Zugsbegleiterin das Billett bestimmt entwerten würde. Da kamen sie,meine Retter und ich bat sie freundlich, doch meine Stempelkarte zu entwerten,da ich es nicht mehr geschafft hatte. Als Antwort durfte ich meine Adresse angeben und eine Busse von 80Franken begleichen. Ein schönes Ferienende!!

  • Katia am 22.08.2010 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Abzockerei

    Ich bin stink sauer, die SBB zockt richtig ab. Was sollen diese höheren Bussen? Ich habe immer Ticket dabei. Nur ausversehen bin ich im falschen Zug eingestiegen. Nicht mal 5 Minuten im Zug gewesen und gleich eine Busse von 80.- Franken bekommen. Das ist wirklich übertrieben. ich werde nie wieder in SBB Zuge einsteigen. Das ist mir zu viel schweinerei. Tschuss SBB

  • Michael Asd am 03.01.2010 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Geld

    Ganz einfach die SBB braucht das Geld... und tun alles dafür. Es gibt kein recht für den Kunden. Treue Kunden die Jahrelang bezahlt haben und es einmal vergessen werden wie verbrecher behandelt!!!