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Todesfall
16. November 2009 17:24; Akt: 16.11.2009 19:20 Print
Schweinegrippe-Impfung war nicht die Ursache
Der Tod eines 55-Jährigen aus dem deutschen Bundesland Thüringen steht wohl nicht in Zusammenhang mit der kurz zuvor erfolgen Impfung gegen die Schweinegrippe.
Das erklärte am Montag ein Sprecher des Thüringer Gesundheitsministeriums. Laut Obduktionsbericht starb der Mann vielmehr an den Folgen eines Herzinfarkts. Der 55-Jährige hatte sich vergangenen Donnerstag impfen lassen und war Stunden später gestorben. Zunächst war über einen Zusammenhang zwischen dem Todesfall und der Impfung spekuliert worden.
Wer soll sich impfen lassen? Das BAG empfiehlt für folgende Personen prioritär eine Impfung:- Pflegepersonal im Gesundheitswesen und Personen, die in ihrem Beruf unter sechs Monate alte Säuglinge betreuen. Für die Kleinsten gibt es keinen zugelassenen Impfstoff.
- Schwangeren, vorzugsweise ab dem 4. Monat sowie Frauen im Wochenbett. In den ersten drei Schwangerschaftsmonaten wird von einer Impfung abgeraten.
- Kinder (ab sechs Monate) und Erwachsene (bis 64 Jahre) mit chronischen Krankheiten, die das Immunsystem beeinträchtigen (Immunsuppressiva).
- Frühgeborene Kinder, die in der Grippezeit unter 2 Jahre alt sein werden.
- Wer mit Risikopatienten oder sechs Monate alten Säuglingen im gleichen Haushalt lebt oder regelmässigen Kontakt mit diesen Personen hat.
Leidet jemand an einer Krankheit mit Fieber, sollte die Impfung verschoben werden. Menschen mit starker Allergie gegen Eiweiss von Hühnern oder andere Bestandteile des Impfstoffes sollten vor der Impfung einen Arzt konsultieren. Die zugelassenen Impfstoffe werden auf der Basis von Hühnereiern hergestellt.
Das Bundesamt für Gesundheit hat zudem einen elektronischen Fragebogen im Internet aufgeschaltet. Anhand von bis zu zwölf Fragen kann man prüfen, ob eine Impfung gegen die Schweinegrippe und die saisonale Grippe nötig wäre. Hier geht es zum Impf-Check.
Bei der Obduktion hätten die Mediziner jedoch eine Koronarsklerose - eine Verengung der Herzkranzgefässe - festgestellt, berichtete die «Thüringer Allgemeine» (Online). Der Beginn des Herzinfarktes liege nach bisherigem Kenntnisstand schon vor der Impfung. Ein Einfluss der Impfung auf den Tod des Mannes sei nicht abzuleiten.
Roche erhält Notfall-Zulassung für H1N1-Test
Das Erkennungs-Set für das Schweinegrippe-Virus H1N1 des Basler Pharmakonzerns Roche hat von der US- Arzneimittelbehörde (FDA) eine Notfall-Zulassung (emergency use authorization) erhalten. Das Set ermögliche eine schnelle und exakte Identifikation des Virus.
Das teilte Roche am Montag mit. Es sei wichtig, Patienten mit dem H1N1-Virus von Patienten mit anderen Erkrankungen und ähnlichen Symptomen zu unterscheiden, um ein adäquates Patientenmanagement schnellst möglich einzuführen, hiess es weiter.
(sda)



























