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Sauberkeit in Zügen
26. März 2009 22:55; Akt: 26.03.2009 22:08 Print
SBB schicken 16 Testkunden los
Die SBB schicken Testkunden auf die Pirsch. Sie sollen unter anderem Dreck in den Zügen melden. Kameras auf allen Strecken brächten mehr, sagt dagegen die Passagierlobby.
Saubere Züge gehören neben der hohen Pünktlichkeit zu den wichtigsten Qualitätsmerkmalen, für die die Schweizer Eisenbahn weltweit bekannt wurde. Damit dieser gute Ruf bestehen bleibt, schicken die SBB ab Mitte April 16 externe Mitarbeiter als Testpassagiere auf die Pirsch. «Sie sollen unsere Qualitätsstandards in Sachen Sauberkeit und Kundeninformation überprüfen», sagt Sprecher Roland Binz. Die Tester folgen standardisierten Fragebögen. Und: «Sie sind als Tester erkennbar und arbeiten mit einem elektronischen Erfassungsgerät», so Binz. Wenn sich so zum Beispiel herausstelle, dass auf einem Kurs die Abfalleimer notorisch überfüllt seien, könne man gezielt eine zusätzliche Putzkolonne einsetzen, so Binz.
SBB-Testkunden sollen solchen Unrat aufspüren und melden. (Keystone)
Pro Bahn, die Passagierlobby der Schweiz, begrüsst das Engagement. Dringender, weil wirkungsvoller, wäre laut ihrem Präsidenten Edwin Dutler aber die flächendeckende Installation von Überwachungskameras in den Zügen: «Die Leute führen sich sofort anständiger auf und die Zahl der Vandalenakte nimmt ab.» Laut Binz werden bis etwa 2012 alle Regionalzüge kameraüberwacht sein. «Im Fernverkehr ist das aber nicht geplant», so Binz.
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